Inhalt - Altersrenten

Altersrenten der AHV

Der ordentliche Anspruch auf Altersrente entsteht für Frauen mit 64 Jahren und für Männer mit 65 Jahren. Die Altersrente kann auch um 1 oder 2 ganze Jahre vorbezogen oder um höchstens 5 Jahre aufgeschoben werden (Flexibles Rentenalter).  Die Rentenzahlung beginnt im Folgemonat nach Anspruch.

Höhe der Altersrente

Keine telefonische Anfrage möglich! Wer die Höhe seiner Altersrente mit oder ohne den Varianten Vorbezug oder Aufschub frühzeitig wissen will, kann eine kostenlose Vorausberechnung verlangen. Das ausgefüllte Antragsformular (PDF, 657 KB) ist an die Ausgleichskasse zu senden, bei der die AHV-Beiträge einbezahlt werden oder bei welcher bereits eine Rente ausgerichtet wird oder ist bei der Gemeindezweigstelle SVA des Wohnortes abzugeben.

Die Höhe der Rente richtet sich nach der Wohnsitzdauer in der Schweiz und der Dauer der Entrichtung der Beiträge an die AHV. Die Höhe der entrichteten Beiträge haben massgeblich Einfluss auf die Rentenhöhe.

Eine lückenlose Beitragsdauer führt zu einer Vollrente der AHV. Diese Vollrente beläuft sich – abhängig vom Durchschnittseinkommen – ab 1. Januar 2015 auf mindestens CHF 1175.— und höchstens CHF 2350.— monatlich. Eine vollständige Beitragsdauer ist dann gegeben, wenn ab dem 1. Januar nach dem 20. Geburtstag bis zum Zeitpunkt des Rentenanspruchs durchgehend Beitragszeiten angerechnet werden können. Wer Kinder hat, erhält Erziehungsgutschriften. Personen, die pflegebedürftige Verwandte im gleichen Haushalt betreuen, können Betreuungsgutschriften beanspruchen.

Kinderrenten der AHV

Der Anspruch auf eine Kinderrente zur Altersrente besteht generell für Kinder bis zum 18. Altersjahr. Während der Ausbildung der Kinder werden die Kinderrenten längstens bis zum vollendeten 25. Altersjahr ausgerichtet. Der Anmeldung für die Altersrente sind die Ausbildungsbestätigungen der Kinder beizulegen.

Anmeldung der Altersrente

Wer seine Altersrente beziehen will, hat die Anmeldung 3 bis 4 Monate vor Erreichen des Rentenalters einzureichen - ohne Anmeldung keine Leistung! Bitte beachten Sie bei Vorbezug oder Aufschub der Altersrente die Anmeldefristen (PDF, 51 KB).

Die Gutschriften der Rentenberechnung

Erziehungsgutschriften

Diese Gutschriften sind keine direkten Geldleistungen, sondern Zuschläge zum Erwerbseinkommen, die erst bei der Rentenberechnung berücksichtigt werden. Die Erziehungsgutschriften werden durch die Angabe der (auch erwachsenen) Kinder in der Anmeldung Altersrente automatisch erteilt. Anspruch auf Erziehungsgutschriften haben Altersrentner und Altersrentnerinnen für jedes Jahr, in dem sie Kinder unter 16 Jahren hatten. Erziehungsgutschriften betragen das Dreifache der jährlichen Minimalrente zum Zeitpunkt des Anspruchsbeginns. Bei verheirateten Personen wird die Gutschrift während der Ehejahre je zur Hälfte auf die Ehepartner aufgeteilt. Bei geschiedenen und unverheirateten Eltern gelten besondere Bestimmungen.

Betreuungsgutschriften

Die Betreuungsgutschriften (PDF, 56 KB) sind wie die Erziehungsgutschriften keine direkten Geldleistungen, sondern Zuschläge zum Erwerbseinkommen, die im Individuellen Konto (PDF, 84 KB) vermerkt werden. Wer pflegebedürftige Verwandte betreut, hat Anspruch auf Betreuungsgutschriften. Im Gegensatz zu den Erziehungsgutschriften müssen diese jährlich bei der zuständigen kantonalen Ausgleichskasse geltend gemacht werden. Der Anspruch besteht jedoch nicht für jene Jahre, in welchen Erziehungsgutschriften angerechnet werden können.

Splitting (Einkommensteilung bei Ehepartnern)

Um die Altersrente von verheirateten, verwitweten oder geschiedenen Personen festzulegen, werden die Einkommen, welche die beiden Ehepartner während der Ehejahre erzielt haben, aufgeteilt und je zur Hälfte dem andern Ehepartner gutgeschrieben. Diese Einkommensteilung wird Splitting (PDF, 46 KB) genannt. Sie wird vorgenommen,

  • sobald beide Ehepartner Anspruch auf eine Altersrente haben oder 
  • wenn die Ehe/Partnerschaft aufgelöst wird oder 
  • wenn ein Ehepartner stirbt und der Andere bereits eine Rente bezieht.

Sie sind rechtskräftig geschieden und wollen das Splitting durchführen lassen: Den von beiden Exgatten ausgefüllten und unterzeichneten Antrag (PDF, 684 KB) senden Sie mit der Kopie des rechtskräftigen Scheidungsurteils der Ausgleichskasse oder geben diesen der Gemeindezweigstelle SVA Ihres Wohnortes ab.

Vorbezug / Aufschub

Versicherte können im Rahmen des flexiblen Rentenalters (PDF, 51 KB) den Bezug der Altersrente um ein oder zwei Jahre vorziehen oder um ein bis maximal fünf Jahre aufschieben. Bei Ehepaaren ist es auch möglich, dass der Gatte die Rente vorbezieht und die Gattin die Rente aufschiebt oder umgekehrt.
Wer seine Altersrente ein oder zwei Jahre vor dem ordentlichen Rentenalter bezieht, erhält für die Dauer des gesamten Rentenbezugs eine gekürzte Rente. Wer umgekehrt die Rente um ein bis maximal fünf Jahre aufschiebt, erhält für die Dauer des gesamten Rentenbezugs eine erhöhte Rente. Wie gross die Kürzung oder der Zuschlag ausfällt, wird nach versicherungsmathematischen Grundsätzen berechnet.
Die Anmeldung für den Vorbezug wird mit dem Anmeldeformular für die Altersrente gemacht.

 

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