Inhalt - Pflichten des Arbeitgebers

AHV-rechtliche Stellung

Lassen Sie sich im Zweifelsfall eine Bestätigung über die AHV-rechtliche Stellung von Personen aushändigen (ausgestellt von der zuständigen Ausgleichskasse und nicht älter als ein Jahr), die für Sie Arbeiten ausführen (vgl. auch die Kriterien der Selbständigkeit nach AHV-Recht), damit Sie bei einer Kontrolle vor einer Überraschung bezüglich Nachtragsabrechnungen sicher sind.

Anmeldung

Anmeldung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer; Versicherungsnachweis

Für die Entrichtung der Beiträge melden die Arbeitgebenden jeden neuen Arbeitnehmer (PDF, 51 KB) und jede neue Arbeitnehmerin innert eines Monats nach Stellenantritt bei der SVA Aargau, Ausgleichskasse. Die Ausgleichskasse eröffnet für jeden Mitarbeiter ein Individuelles Konto. Darauf trägt sie jedes Jahr das vom Arbeitgeber gemeldete massgebende Einkommen ein, auf dem der Versicherte und sein Arbeitgeber Beiträge geleistet haben. Die SVA Aargau stellt den Arbeitgebenden als Bestätigung für jeden neuen Arbeitnehmer und jede neue Arbeitnehmerin einen Versicherungsnachweis (PDF, 148 KB) zuhanden der versicherten Person aus. Für Versicherte, die keinen Ausweis besitzen, muss ein Ausweis bei der Gemeindezweigstelle bestellt werden. Anträge auf Namensänderungen sind mittels Formular (PDF, 155 KB) der Einwohnerkontrolle vorzulegen. Erst nach Korrektur bei den Registern und Aktualisierung im Zentralregister kann ein Duplikat des Versichertenausweises bestellt werden. Bei Verlust des Ausweises können Versicherte mit einem Anmeldeformular (PDF, 197 KB) ein Duplikat verlangen. Die Arbeitgebenden müssen die Personalien und die Versichertennummern der Arbeitnehmenden für die Lohn- und Beitragsabrechnung vormerken.

Anschluss einer Unfallversicherung UVG

Die Arbeitgebenden sorgen dafür, dass die Arbeitnehmenden bei der SUVA, bei einer Privatversicherung oder einer anerkannten Krankenkasse versichert sind. Die Unfallversicherung ist für alle Arbeitnehmenden obligatorisch. Die Ausgleichskasse hat gemäss Gesetz die Erfassung zu überwachen und periodisch zu kontrollieren (siehe Merkblatt 6.05 Obligatorische Unfallversicherung UVG) (PDF, 608 KB).

Anschluss an eine Vorsorgeeinrichtung nach BVG

Alle Arbeitgebenden müssen einer registrierten Vorsorgeeinrichtung angeschlossen sein. Das Obligatorium der beruflichen Vorsorge gilt grundsätzlich für alle, die als Arbeitnehmende in der AHV beitragspflichtig sind und ein Einkommen erzielen, das den Grenzbetrag gemäss BVG von CHF 21’150.— erreicht. Die Ausgleichskasse hat gemäss BVG die Erfassung zu überwachen und periodisch zu kontrollieren. Die Arbeitgebenden müssen dazu die Vorsorgeeinrichtung der Ausgleichskasse melden und ihr laufend Rechenschaft ablegen über die Einhaltung der Versicherungspflicht. Beim Anschluss einer Vorsorgeeinrichtung ist die Kopie der neuen Police oder des Anschlussvertrages beizulegen (siehe Merkblatt 6.06 Anschlusspflicht an eine Vorsorgeeinrichtung gemäss BVG (PDF, 246 KB)).

Meldepflicht für vorzeitig pensionierte oder arbeitsunfähige Arbeitnehmende

Arbeitgebende sind verpflichtet, Nichterwerbstätige darauf aufmerksam zu machen, sich bei der zuständigen Ausgleichskasse zu melden. Arbeitnehmende, die infolge Krankheit oder Unfall über mehrere Monate nicht arbeitsfähig sind und deshalb Kranken- oder Unfalltaggelder beziehen, müssen ebenfalls darauf hingewiesen werden, sich zur Prüfung der Beitragspflicht als Nichterwerbstätige mit der Ausgleichskasse in Verbindung zu setzen.

Bei Grenzgängern beachten

Arbeitnehmende, die in der Schweiz erwerbstätig sind und in einem EU-Staat wohnen, sind unter Umständen von der Beitragspflicht ausgeschlossen, sofern sie auch im Wohnsitzstaat eine unselbständige Erwerbstätigkeit ausüben.

Mitwirkungspflicht bei Leistungen der AHV und IV

Arbeitgebende haben ihre Arbeitnehmenden bzw. deren Hinterlassene bei

  • Invalidität
  • Erreichen der gesetzlichen Altersgrenze
  • Vorbezug der Altersrente
  • Todesfall

auf die Leistungen der AHV und IV und die Form der Geltendmachung aufmerksam zu machen.

Lohnaufzeichnungspflicht

Arbeitgebende haben die Löhne und die weiteren Angaben für die Eintragung in das individuelle Konto laufend aufzuzeichnen, soweit es für eine geordnete Abrechnung und die Arbeitgeberkontrolle erforderlich ist.

Lohnbescheinigung bis 30. Januar

Die Lohnbescheinigung muss spätestens bis zum 30. Januar nach Ende des Beitragsjahres bei der Ausgleichskasse eintreffen. Wer diesen Termin nicht einhält, muss auf der Differenz nachgeforderter Beiträge Verzugszinsen zahlen. Die Bescheinigung muss sämtliche im Laufe des Kalenderjahres ausgerichteten oder gutgeschriebenen beitragspflichtigen Löhne sowie die Angaben für die individuelle Lohngutschrift enthalten (gemäss Anleitung auf dem Abrechnungsformular). Altersrentnerinnen und Altersrentner sind von der Beitragspflicht in der Arbeitslosenversicherung (ALV) befreit. Die Abrechnung muss auch die beitragspflichtigen Erwerbstätigen im Rentenalter enthalten, mit Versichertennummer, Namen, Geburtsdatum, Beitragsdauer sowie dem Lohn nach Abzug des Freibetrages. Dieser Lohnanteil ist im Abrechnungsformular zusätzlich als nicht ALV-pflichtig zu deklarieren.

 

 

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