Inhalt - Familienzulagen

Familienzulagen FAK

Mit Inkrafttreten des Bundesgesetzes der Familienzulagen ab 1. Januar 2009 werden auch Familienzulagen an Nichterwerbstätige und an Personen mit tiefem Einkommen ausgerichtet.

Ab 1. Januar 2013 haben auch Selbständigerwerbende ausserhalb der Landwirtschaft Anspruch auf Familienzulagen.

Arten, Ansätze und Dauer der Familienzulagen

Im Kanton Aargau sind folgende Familienzulagen vorgesehen:

  • Eine Kinderzulage von CHF 200.— im Monat für jedes Kind, vom Geburtsmonat bis zum Monat, in dem das 16. Altersjahr vollendet wird. Für Kinder, die wegen einer Krankheit oder einer Behinderung erwerbsunfähig sind, wird die Kinderzulage bis zum Monat, in dem das 20. Altersjahr vollendet wird, ausgerichtet.
  • Eine Ausbildungszulage von CHF 250.— im Monat für jedes Kind nach dem 16. Altersjahr bis zum Abschluss der Ausbildung, längstens jedoch bis zum Monat, in dem das 25. Altersjahr vollendet wird. Kein Anspruch auf Ausbildungszulagen besteht für Kinder, deren jährliches Einkommen CHF 28'200.— übersteigt.

Besonderheiten beim Anspruch von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern

Der Anspruch auf Familienzulagen entsteht und erlischt mit dem Lohnanspruch. Bei Arbeitsverhinderungen wie Krankheit oder Unfall werden die Familienzulagen während des Monats, in dem die Arbeitsverhinderung eintritt, und während der drei darauf folgenden Monate ausgerichtet.

Es besteht auch bei Teilzeitarbeit Anspruch auf die vollen Familienzulagen, sofern der AHV-pflichtige Lohn mindestens CHF 587.— im Monat bzw. CHF 7050.— im Jahr beträgt.

Beschäftigungen bei verschiedenen Arbeitgebern werden zusammengezählt. Zuständig für die Familienzulagen ist derjenige Arbeitgeber, der den höchsten Lohn ausrichtet.


Besonderheiten bei Nichterwerbstätigen

Nichterwerbstätige haben nur einen Anspruch, wenn ihr steuerbares Einkommen nach Bundesrecht CHF 42'300.— im Jahr nicht übersteigt und sie keine Ergänzungsleistungen zur AHV/IV beziehen. Ausgeschlossen sind auch Personen, die eine ordentliche Altersrente beziehen oder deren Ehegatten eine ordentliche Altersrente beziehen oder selbstständigerwerbend sind.

Finanzierung und Auszahlung

Die Familienzulagen an Arbeitnehmende werden durch Beiträge der Arbeitgebenden finanziert. Der Beitragssatz für die Arbeitgebenden liegt zurzeit bei 1,35 Lohnprozenten. Die Auszahlung der Familienzulagen erfolgt in der Regel zusammen mit dem Lohn. Die Familienzulagen für Selbständigerwerbende werden durch Beiträge der Selbständigerwerbenden finanziert. Der Beitragssatz beträgt 1.35% des AHV-pflichtigen Einkommens. Übersteigt das AHV-pflichtige Einkommen von Selbständigerwerbenden CHF 148'200.— im Jahr, sind auf dem übersteigenden Einkommen keine Beiträge an die Familienausgleichskasse geschuldet. Die Auszahlung der Familienzulagen erfolgt quartalsweise.
Die Familienzulagen für Nichterwerbstätige werden durch den Kanton finanziert. Die Auszahlung der Familienzulagen erfolgt monatlich.

Anmeldung

Anmeldung zum Bezug von Kinderzulagen

Wer Familienzulagen beansprucht, muss diese mit einem dafür vorgesehenen Fragebogen beantragen. Bei der Antragstellung müssen alle nötigen Angaben gemacht werden, und es sind die notwendigen Belege beizubringen.


Meldepflicht bei Änderungen

Änderungen der persönlichen, finanziellen und beruflichen Verhältnisse, die den Anspruch auf Familienzulagen und dessen Höhe beeinflussen, müssen dem Arbeitgeber bzw. der zuständigen Familienausgleichskasse unaufgefordert innert 10 Arbeitstagen gemeldet werden.

Arbeitnehmende können die Familienzulagen bei ihren Arbeitgebenden anmelden. Die Arbeitgebenden leiten die Anmeldung (PDF, 269 KB) an die zuständige Familienausgleichskasse weiter. Ein Doppelbezug von Familienzulagen ist nicht erlaubt. Selbständigerwerbende reichen die Anmeldung (PDF, 284 KB) bei der Familienausgleichskasse ein, bei welcher sie die AHV-Beiträge abrechnen.

Nichterwerbstätige können die Anmeldung (PDF, 247 KB) bei der kantonalen Ausgleichskasse beziehen.

Familienzulagen während unbezahltem Urlaub

Ab 1. Januar 2012 besteht bei unbezahltem Urlaub Anspruch auf Familienzulagen. Die Zulagen werden nach Antritt des Urlaubs noch während des laufenden und der drei darauf folgenden Monate ausgerichtet. Voraussetzung ist, dass die Arbeit nach dem Ende des unbezahlten Urlaubs beim gleichen Arbeitgeber wieder aufgenommen wird.

 

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