Junger Mann mit Schultertasche telefoniert

Informationen für Selbstständige

Selbstständigerwerbende sind von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie besonders betroffen. Hier finden Sie wichtige Informationen rund um die Corona-Erwerbsausfallentschädigung sowie die online Anmeldemöglichkeiten. Sie können den Anspruch rückwirkend auf den 17. September 2020 bis spätestens am 30. Juni 2021 geltend machen.


Umsatz- Lohn- und Einkommensverlust von mehr als 55 Prozent

Neu haben Selbstständige Anspruch auf die Corona-Erwerbsersatzentschädigung, wenn ihre Erwerbstätigkeit wegen Massnahmen gegen das Corona-Virus massgeblich eingeschränkt ist und sie eine Lohn- oder Einkommenseinbusse erleiden. Die massgebliche Einschränkung ist definiert durch einen Umsatzverlust von mindestens 55 Prozent im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2019.

Sie deklarieren die Umsatzeinbusse selber und begründen, wie sie auf die Corona-Massnahmen zurückzuführen ist. Bitte beachten Sie, dass der Bund vorsieht, dass die Anmeldung jeden Monat neu eingereicht werden muss. Dazu können Sie die unten verlinkte Onlineanmeldung nutzen. Wir empfehlen Ihnen, vorab Ihre Erfolgsrechnungen 2015 - 2019 bereit zu legen.

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Gut zu wissen: Die technischen Voraussetzungen für die Auszahlung dieser erweiterten Leistung sind noch nicht gegeben. Wir sind uns der Dringlichkeit bewusst und arbeiten mit Hochdruck daran.

Veranstaltungsverbot

Der Bundesrat hat Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen auf unbestimmte Zeit verboten. Wenn Sie vom Veranstaltungsverbot betroffen sind, müssen Sie geplante Veranstaltungen absagen und können keine neuen Anlässe planen.

Als Selbstständige*r haben Sie Anspruch auf die Corona-Erwerbsausfallentschädigung, wenn eine Veranstaltung abgesagt werden musste oder nicht stattfinden konnte und ein Erwerbsausfall besteht. Der Anspruch besteht für einen ganzen Kalendermonat und muss danach erneut angemeldet werden. Für Ansprüche vom 17. September 2020 bis 31.Oktober 2020 reicht eine Anmeldung.

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Haben Sie bereits eine Anmeldung eingereicht?
Sie müssen nichts mehr unternehmen. Wir prüfen Ihren Anspruch.

Betriebsschliessung

Sie haben Anspruch auf die Entschädigung, wenn die Betriebsschliessung auf Anordnung des Kantons oder Bundes NACH dem 16. September 2020 erfolgte und wenn ein Erwerbsausfall besteht. Der Anspruch besteht für die Dauer der Betriebsschliessung. Falls sie länger als einen Monat dauert, melden Sie sich jeden Monat neu für die Entschädigung an.

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Gut zu wissen: Personen, die ihren Betrieb aufgrund eines nicht vorhandenen oder unzureichenden Schutzkonzeptes auf kantonale Anordnung schliessen mussten, haben keinen Anspruch auf die Entschädigung.

Quarantäne

Wenn Sie Ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen müssen, weil Sie sich in Quarantäne befinden, haben Sie Anspruch auf die Corona-Erwerbsersatzentschädigung. 

Nicht in jedem Fall stellen die Kantonsärzte und -ärztinnen Quarantäneanordnungen aus. Sie können die Anmeldung für die Corona-Erwerbsersatzentschädigung auch ohne diesen ärztlichen Nachweis einreichen. Legen Sie der Anmeldung stattdessen eine kurze schriftliche Begründung bei, wieso keine Nachweis möglich ist.

Wichtig: Diese Entschädigung richtet sich an Personen, die sich in Quarantäne befinden, aber nicht selber am Virus erkrankt sind. Falls Sie positiv getestet wurden, wird allenfalls Ihre Krankentaggeldversicherung Leistungen erbringen, sofern sie eine abgeschlossen haben.

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Ausfall der Kinderbetreuung

Sie haben Anspruch auf die Corona-Erwerbsausfallentschädigung, wenn Sie Ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen müssen, weil die Fremdbetreuung Ihrer Kinder nicht mehr gewährleistet ist. 

Vorausetzung für den Anspruch ist:
- Eine behördlich angeordnete vorübergehende Betriebsschliessung der Schule oder des Kindergartens oder der Sondereinrichtung oder
- die Fremdbetreung durch eine Privatperson entfällt, weil sie aufgrund einer Quarantäne die Betreuung des Kindes nicht wahrnehmen kann.

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Als Grenzgänger*in unterwegs

Wenn Sie als Grenzgänger*in aus wichtigen beruflichen Gründen in die Schweiz einreisen, sind Sie in der Schweiz generell von der Quarantänepflicht befreit. Dies gilt auch, wenn Sie sich in den letzten zehn Tagen vor der Einreise in die Schweiz in einem Staat oder einem Gebiet mit erhöhtem Ansteckungsrisiko aufgehalten haben. Sie müssen sich nicht in Quarantäne begeben und können deshalb auch keinen Anspruch auf die Corona-Erwerbsausfallentschädigung geltend machen.

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