Junger Mann mit Schultertasche telefoniert

Informationen für Selbstständige

Selbstständigerwerbende sind von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie besonders betroffen. Hier finden Sie wichtige Informationen rund um die Corona-Erwerbsausfallentschädigung sowie die online Anmeldemöglichkeiten. Sie können den Anspruch rückwirkend auf den 17. September 2020 bis spätestens am 31. März 2022 geltend machen. Der Anspruch endet spätestens am 31. Dezember 2021 (für besonders gefährdete Personen am 31. August 2021).

Umsatz- Lohn- und Einkommensverlust

Selbstständige haben Anspruch auf die Corona-Erwerbsersatzentschädigung, wenn ihre Erwerbstätigkeit wegen Massnahmen gegen das Corona-Virus massgeblich eingeschränkt ist und sie eine Lohn- oder Einkommenseinbusse erleiden. Die massgebliche Einschränkung ist definiert durch einen Umsatzverlust von mindestens:

  • 55 % vom 17.09. – 18.12.2020
  • 40 % vom 19.12.2020 bis 31.03.2021
  • 30 % ab 01.04.2021 im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2019.

Sie deklarieren die Umsatzeinbusse selber und begründen, wie sie auf die Corona-Massnahmen zurückzuführen ist. Bitte beachten Sie, dass der Bund vorsieht, dass die Anmeldung jeden Monat neu eingereicht werden muss. Dazu können Sie die unten verlinkte Onlineanmeldung nutzen. Wir empfehlen Ihnen, vorab Ihre Erfolgsrechnungen 2015 - 2019 bereit zu legen.

Veranstaltungsverbot

Als Selbstständige*r haben Sie Anspruch auf die Corona-Erwerbsausfallentschädigung, wenn eine Veranstaltung aufgrund des geltenden Veranstaltungsverbotes abgesagt werden musste oder nicht stattfinden konnte und ein Erwerbsausfall besteht. Der Anspruch besteht für einen ganzen Kalendermonat und muss danach erneut angemeldet werden.

Weitere Informationen bezüglich des geltenden Veranstaltungsverbotes im Kanton Aargau finden Sie hier.

Betriebsschliessung

Sie haben Anspruch auf die Entschädigung, wenn die Betriebsschliessung auf Anordnung des Kantons oder Bundes nach dem 16. September 2020 erfolgte und wenn ein Erwerbsausfall besteht. Der Anspruch besteht für die Dauer der Betriebsschliessung. Falls die Betriebsschliessung über einen Kalendermonat hinausgeht, melden Sie sich jeden Monat neu für die Entschädigung an.

Gut zu wissen: Personen, die ihren Betrieb aufgrund eines nicht vorhandenen oder unzureichenden Schutzkonzeptes auf kantonale Anordnung schliessen mussten, haben keinen Anspruch auf die Entschädigung.

An seiner Sitzung vom 14. April 2021 hat der Bundesrat die nationalen Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus angepasst. Ab 19. April 2021 gibt es Lockerungen im Bereich Freizeit-, Sport- und Kultureinrichtungen sowie Restaurations- und Barbetrieben. Eine Übersicht der vom Bundesrat beschlossenen Massnahmen finden Sie hier.

Ab 31.05.2021 gelten weitere Lockerungen im Bereich Freizeit-, Sport- und Kultureinrichtungen sowie Restaurations- und Barbetrieben. Weitere Informationen finden Sie hier.

Mit Beschluss des Bundesrates vom 23. Juni 2021 gibt es für Clubbetriebe Lockerungen. Weitere Informationen finden sie hier

Gemäss Medienmitteilung des Regierungsrates des Kantons Aargau vom 16. April 2021 dürfen Erotikbetriebe ab 19. April 2021 wieder öffnen.

Für die Geltendmachung der weiteren Leistungen bitten wir Sie den QR-Code / Link auf Ihrer letzten Abrechnung zu verwenden. 

Besonders gefährdete Personen, die ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen müssen

Ab dem 1. Juli 2021 gelten schwangere Frauen, die gegen Covid-19 geimpft sind, während 12 Monaten ab vollständig erfolgter Impfung nicht als besonders gefährdet. Auch weiterhin gelten genesene Personen während sechs Monaten ab dem 11. Tag nach der Bestätigung der Ansteckung nicht als besonders gefährdete Personen. Sie haben daher keinen Anspruch auf die Entschädigung während diesem Zeitrahmen. Informationen bzgl. anspruchsberechtigen Personen finden sie hier.

Wenn die Arbeit von zu Hause aus möglich ist, besteht kein Anspruch auf Entschädigung.

Der Antrag für besonders gefährdete Personen muss nur einmal für die gesamte Dauer eingereicht werden. Bitte legen Sie der Anmeldung ein ärztliches Attest bei, welches der antrag­stellenden Person die Zugehörigkeit zur Gruppe der besonders gefährde­ten Personen bescheinigt.

Der Anspruch beginnt frühestens am 18.01.2021 und endet sobald die Erwerbstätigkeit wieder aufgenommen werden kann, spätestens jedoch am 31.08.2021. Die Auszahlung erfolgt nachschüssig.

Quarantäne

Wenn Sie Ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen müssen, weil Sie sich in Quarantäne befinden, haben Sie Anspruch auf die Corona-Erwerbsersatzentschädigung. 

Genesene und geimpfte Personen sind während sechs Monaten von der Quarantäne ausgenommen. Ebenfalls von der Quarantäne ausgenommen sind Personen unter 16 Jahren.

Wichtig: Diese Entschädigung richtet sich an Personen, die sich in Quarantäne befinden. Kein Anspruch auf Corona-Erwerbsentschädigung haben Personen, welche positiv getestet wurden, sich also in Isolation befinden. Falls Sie positiv (Isolation) getestet wurden, wird allenfalls Ihre Krankentaggeldversicherung Leistungen erbringen, sofern Sie eine abgeschlossen haben.

Ausfall der Kinderbetreuung

Sie haben Anspruch auf die Corona-Erwerbsausfallentschädigung, wenn Sie Ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen müssen, weil die Fremdbetreuung Ihrer Kinder nicht mehr gewährleistet ist. 

Voraussetzung für den Anspruch ist:

  • Eine behördlich angeordnete vorübergehende Betriebsschliessung der Schule oder des Kindergartens oder der Sondereinrichtung oder
  • die Fremdbetreuung durch eine Privatperson entfällt, weil sie aufgrund einer Quarantäne die Betreuung des Kindes nicht wahrnehmen kann.

Als Grenzgänger*in unterwegs

Wenn Sie als Grenzgänger*in aus wichtigen beruflichen Gründen in die Schweiz einreisen, sind Sie in der Schweiz generell von der Quarantänepflicht befreit. Dies gilt auch, wenn Sie sich in den letzten zehn Tagen vor der Einreise in die Schweiz in einem Staat oder einem Gebiet mit erhöhtem Ansteckungsrisiko aufgehalten haben. Sie müssen sich nicht in Quarantäne begeben und können deshalb auch keinen Anspruch auf die Corona-Erwerbsausfallentschädigung geltend machen.

Definitive Steuerveranlagung 2019

Mittlerweile liegt vielen Selbstständigen die Steuerveranlagung 2019 vor. Deshalb ändert sich jetzt die Berechnungsgrundlage für den Leistungsanspruch, ausser die Corona-Entschädigung würde aufgrund der definitiven Steuerveranlagung tiefer ausfallen.

Für die Auszahlung der Corona-Entschädigung ab dem 1. Juli 2021 gilt die Steuerveranlagung 2019 als Basis für die Berechnung Ihrer Corona-Entschädigung. Im August können Sie bei der Verlängerung Ihres Leistungsanspruchs mit dem Code auf unserer Abrechnung direkt die Steuerveranlagung 2019 einreichen. Bis Ende Juni 2021 berechnet sich die Höhe Ihrer Corona-Entschädigung nach der bisherigen Grundlage.

Sie haben die definitive Steuerveranlagung 2019 noch nicht erhalten?
Für Sie ändert sich vorläufig an der Berechnungsgrundlage nichts. Sobald Ihnen die Steuerveranlagung (nicht Steuererklärung) vorliegt, können Sie sie uns einreichen und wir berücksichtigen sie ab diesem Zeitpunkt bei der Berechnung des Leitungsanspruchs. 

Beispiel: Wenn Ihre definitive Steuerveranlagung vom 9. April 2021 datiert ist, wenden wir diese Berechnungsgrundlage ab dem 1. Juli 2021 an. Bei einer definitiven Steuerveranlagung vom 25. Oktober 2021 werden die Leistungen ab dem 1. Oktober 2021 basierend auf dieser berechnet.

Die definitive Steuerveranlagung 2019 würde zu einer tieferen Corona-Entschädigung führen?
Für Sie ändert sich nichts. Wir berücksichtigen die Steuerveranlagung 2019 bei der Berechnung des Leistungsanspruchs nur, wenn es für Sie vorteilhafter ist.

Anmeldung Corona-Erwerbsausfallentschädigung

Verwenden Sie das Formular auf dieser Website nur, wenn Sie Ihre AHV-Beiträge bei der SVA Aargau abrechnen. Wenn Sie bei einer anderen Ausgleichskasse angeschlossen sind oder bereits Corona-Erwerbsersatzentschädigung bezogen haben, können Sie die Anmeldung dort ausfüllen und einreichen.

Aus Sicherheitsgründen werden ab dem 1. April 2021 nur noch folgende Webbrowser unterstützt:

  • Microsoft Edge (ab Version 79)
  • Google Chrome (ab Version 79)
  • Mozzilla Firefox (ab Version 68)
  • Apple Safari (ab Version 12)

Der Internet Explorer wird ab diesem Zeitpunkt nicht mehr unterstützt.

SVA Newsletter

In diesen turbulenten Zeiten ist der Informationsbedarf gross. Gerne halten wir Sie mit unserem Newsletter proaktiv auf dem Laufenden.

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