Junger Mann mit Schultertasche telefoniert

Informationen für Selbstständige

Hier finden Sie wichtige Informationen rund um die Corona-Erwerbsausfallentschädigung sowie die digitalen Anmeldeformulare.

Die jeweilige Anspruchsdauer und Frist für die Anmeldung finden Sie untenstehend.

Umsatz- Lohn- und Einkommensverlust

Sie haben Anspruch auf die Corona-Erwerbsersatzentschädigung, wenn Ihre Erwerbstätigkeit wegen Corona-Massnahmen massgeblich eingeschränkt ist und Sie eine Lohn- oder Einkommenseinbusse erleiden. Die massgebliche Einschränkung ist definiert durch einen Umsatzverlust von mindestens:

  • 55 % vom 17.09. – 18.12.2020
  • 40 % vom 19.12.2020 bis 31.03.2021
  • 30 % ab 01.04.2021 bis 16.02.2022 im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2019

Sie deklarieren die Umsatzeinbusse selber und begründen, wie sie auf die Corona-Massnahmen zurückzuführen ist. Für die Anmeldung empfehlen wir Ihnen, vorab Ihre Erfolgsrechnungen 2015 - 2019 bereit zu legen.


Betriebe mit erheblichen Einschränkungen der Erwerbstätigkeit im Eventbereich haben längstens Anspruch bis am 30. Juni 2022 und können sich bis am 30. September 2022 anmelden.

Besonders gefährdete Personen, die ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen müssen

Als besonders gefährdet gelten ab dem 1. Juli 2021 schwangere Frauen sowie Personen, die sich aufgrund gewisser Erkrankungen nicht impfen lassen können. Informationen bzgl. Anspruchsberechtigen Personen finden Sie hier. Wenn die Arbeit von zu Hause aus möglich ist, besteht kein Anspruch auf Entschädigung.

Der Antrag für besonders gefährdete Personen muss nur einmal für die gesamte Dauer eingereicht werden. Bitte legen Sie der Anmeldung ein ärztliches Attest bei, welches bescheinigt, dass Sie zum besonders gefährdeten Personenkreis gehören.

Der Anspruch beginnt frühestens am 18. Januar 2021 und endet sobald die Erwerbstätigkeit wieder aufgenommen werden kann, spätestens jedoch am 31. März 2022. Die Anmeldung kann bis am 30.06.2022 eingereicht werden. Die Auszahlung erfolgt nachschüssig.

Anmeldung Corona-Erwerbsausfallentschädigung

Verwenden Sie das Formular auf dieser Website nur, wenn Sie Ihre AHV-Beiträge bei der SVA Aargau abrechnen. Wenn Sie bei einer anderen Ausgleichskasse angeschlossen sind oder bereits Corona-Erwerbsersatzentschädigung bezogen haben, können Sie die Anmeldung dort ausfüllen und einreichen.

Veranstaltungsverbot

Das allgemeine Veranstaltungsverbot wurde per 1. September 2021 aufgehoben. Aus diesem Grund besteht ab 1. September 2021 kein Anspruch mehr infolge Veranstaltungsverbot (Ausnahme: Grossveranstaltungen, die von den zuständigen kantonalen Behörden bewilligt werden müssen). Wir bitten Sie deshalb eine Anmeldung infolge Umsatz-, Lohn- und Einkommensverlust ab 1. September 2021 einzureichen.

Betriebsschliessung

Zurzeit sind keine Betriebsschliessungen angeordnet. Allfällige rückwirkende Ansprüche konnten bis am 31.05.2022 angemeldet werden.

Quarantäne

Der Bundesrat hat die Kontaktquarantäne per 3. Februar 2022 aufgehoben. Ab diesem Datum haben Sie keinen Anspruch mehr auf die Corona-Erwerbsausfallentschädigung. Falls Sie sich vor dem 3. Februar 2022 in Quarantäne befanden, konnte die Leistung bis am 31. Mai 2022 rückwirkend geltend gemacht werden. 

Ausfall der Kinderbetreuung

Sie haben Anspruch auf die Corona-Erwerbsausfallentschädigung, wenn Sie Ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen müssen, weil die Fremdbetreuung Ihrer Kinder wegen der Massnahmen zur Bekämpfung der Pandemie nicht mehr gewährleistet ist. Der Anspruch bestand maximal bis zum 16.02.2022 und konnte bis am 31.05.2022 angemeldet werden.

Definitive Steuerveranlagung 2019

Mittlerweile liegt vielen Selbstständigen die Steuerveranlagung 2019 vor. Deshalb ändert sich jetzt die Berechnungsgrundlage für den Leistungsanspruch, ausser die Corona-Entschädigung würde aufgrund der definitiven Steuerveranlagung tiefer ausfallen.

Für die Auszahlung der Corona-Entschädigung ab dem 1. Juli 2021 gilt die Steuerveranlagung 2019 als Basis für die Berechnung Ihrer Corona-Entschädigung. Im August können Sie bei der Verlängerung Ihres Leistungsanspruchs mit dem Code auf unserer Abrechnung direkt die Steuerveranlagung 2019 einreichen. Bis Ende Juni 2021 berechnet sich die Höhe Ihrer Corona-Entschädigung nach der bisherigen Grundlage.

Sie haben die definitive Steuerveranlagung 2019 noch nicht erhalten?
Für Sie ändert sich vorläufig an der Berechnungsgrundlage nichts. Sobald Ihnen die Steuerveranlagung (nicht Steuererklärung) vorliegt, können Sie sie uns einreichen und wir berücksichtigen sie ab diesem Zeitpunkt bei der Berechnung des Leitungsanspruchs. 

Beispiel: Wenn Ihre definitive Steuerveranlagung vom 9. April 2021 datiert ist, wenden wir diese Berechnungsgrundlage ab dem 1. Juli 2021 an. Bei einer definitiven Steuerveranlagung vom 25. Oktober 2021 werden die Leistungen ab dem 1. Oktober 2021 basierend auf dieser berechnet.

Die definitive Steuerveranlagung 2019 würde zu einer tieferen Corona-Entschädigung führen?
Für Sie ändert sich nichts. Wir berücksichtigen die Steuerveranlagung 2019 bei der Berechnung des Leistungsanspruchs nur, wenn es für Sie vorteilhafter ist.

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