Informationen für Personen in arbeitgeberähnlicher Funktion

Auch Personen in einer arbeitgeberähnlichen Funktion haben Anspruch auf die Corona-Erwerbsausfallentschädigung. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 4. November 2020 die entsprechenden Verordnungsänderungen verabschiedet. Die neue Regelung tritt rückwirkend auf den 17. September 2020 in Kraft und ist befristet auf den 30. Juni 2021.

Wer gilt als Person in einer arbeitgeberähnlichen Funktion?
Gesellschafter*innen, finanziell am Betrieb Beteiligte, Mitglieder eines obersten betrieblichen Entscheidungsgremiums, die Entscheidungen des Arbeitgebers bestimmen oder massgeblich beeinflussen können, mitarbeitende Ehegatten oder eingetragene Partner und Partnerinnen

Personen in einer arbeitgeberähnlichen Funktion haben im Gegensatz zu ihren Mitarbeitenden keinen Anspruch auf Kurzarbeit.

Umsatz- Lohn- und Einkommensverlust von mehr als 55 Prozent (neu ab 19.12.2020: 40 Prozent)

Personen in einer arbeitgeberähnlichen Funktion haben Anspruch auf die Corona-Erwerbsersatzentschädigung, wenn ihre Erwerbstätigkeit wegen Massnahmen gegen das Corona-Virus massgeblich eingeschränkt ist und sie eine Lohn- oder Einkommenseinbusse erleiden. Die massgebliche Einschränkung ist definiert durch einen Umsatzverlust von mindestens 55 Prozent* im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2019.

*Update 18.12.2020: Mit Beschluss vom 18.12.2020 wurde die massgebende Umsatzeinbusse auf mindestens 40 Prozent gesenkt. Die Verordnung tritt am 19.12.2020 in Kraft. Der auf der Onlineanmeldung noch aufgeführte alte Wert von 55% beträgt somit neu 40%. Die Anpassung der Formulare erfolgt in den nächsten Tagen. Sie können die Anmeldung trotzdem bereits einreichen.

Sie deklarieren die Umsatzeinbusse selber und begründen, wie sie auf die Corona-Massnahmen zurückzuführen ist. Die Entschädigung beantragen Sie jeden Monat neu - dazu können Sie die unten verlinkte Onlineanmeldung nutzen. Wir empfehlen Ihnen, vorab Ihre Erfolgsrechnungen 2015 - 2019 bereit zu legen.

Veranstaltungsverbot

Sie haben Anspruch auf die Corona-Erwerbsausfallentschädigung, wenn eine Veranstaltung aufgrund des geltenden Veranstaltungsverbotes abgesagt werden musste oder nicht stattfinden konnte und ein Erwerbsausfall besteht. Der Anspruch besteht für einen ganzen Kalendermonat und muss danach erneut angemeldet werden. Für Ansprüche vom 17. September 2020 bis 31.Oktober 2020 reicht eine Anmeldung.

Betriebsschliessung

Sie haben Anspruch auf die Entschädigung, wenn die Betriebsschliessung auf Anordnung des Kantons oder Bundes NACH dem 16. September 2020 erfolgte und wenn ein Erwerbsausfall besteht. Wir zahlen die Entschädigung für die Dauer der Betriebschliessung aus. Falls sie länger als einen Monat dauert, melden Sie sich jeden Monat neu für die Entschädigung an.

An seiner Sitzung vom 18. Dezember 2020 hat der Bundesrat  die nationalen Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus verstärkt. Ab Dienstag, 22. Dezember 2020, sind Restaurants sowie Freizeit-, Sport- und Kultureinrichtungen geschlossen. Eine Übersicht der vom Bundesrat beschlossenen Massnahmen finden Sie hier (https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/das-bag/aktuell/medienmitteilungen.msg-id-81745.html ).

Im Kanton Aargau werden zusätzlich ab Sonntag, 20. Dezember 2020 unter anderem Einkaufsläden, Märkte und Erotikbetriebe geschlossen. Für weitere Informationen verweisen wir auf die Medienmitteilung des Kantons (https://www.ag.ch/de/aktuelles/medienportal/medienmitteilung/medienmitteilungen/mediendetails_156168.jsp).

Besonders gefährdete Personen, die ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen müssen

Zu den besonders gefährdeten Personen gehören Schwangere sowie jene, die nicht geimpft sind und an einer der folgenden Vorerkrankungen leiden:

  • Bluthochdruck
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Chronische Atemwegserkrankungen
  • Diabetes
  • Erkrankungen/Therapien, die das Immunsystem schwächen
  • Krebs
  • Adipositas

Wenn die Arbeit von zu Hause aus möglich ist, besteht kein Anspruch auf Entschädigung.

Der Antrag für besonders gefährdete Personen muss nur einmal für die gesamte Dauer eingereicht werden. Bitte legen Sie der Anmeldung ein ärztliches Attest bei, welches der antrag­stellenden Person die Zugehörigkeit zur Gruppe der besonders gefährde­ten Personen bescheinigt.

Der Anspruch beginnt frühestens am 18.01.2021 und endet sobald die Erwerbstätigkeit wieder aufgenommen werden kann, spätestens jedoch am 28.02.2021. Die Auszahlung erfolgt nachschüssig und frühestens im März 2021.

hier anmelden

 

Anmeldung Corona-Erwerbsausfallentschädigung

Verwenden Sie das Formular auf dieser Website nur, wenn Sie Ihre AHV-Beiträge bei der SVA Aargau abrechnen. Wenn Sie bei einer anderen Ausgleichskasse angeschlossen sind, können Sie die Anmeldung dort ausfüllen und einreichen.

Bitte beachten Sie, dass das Online - Anmeldeformular für besonders gefährdete Personen noch nicht verfügbar ist. Sie können den Anspruch mittels dem Anmeldeformular unter dem Abschnitt «besonders gefährdete Personen, die ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen müssen» anmelden.

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E-Mail: info@sva-ag.ch

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