Informationen für Arbeitgebende

In folgenden Situationen haben Sie oder Ihre Mitarbeitenden Anspruch auf die Corona-Erwerbsausfallentschädigung.

Anmeldung Corona-Erwerbsausfallentschädigung

Verwenden Sie das Formular auf dieser Website nur, wenn Sie Ihre AHV-Beiträge bei der SVA Aargau abrechnen. Wenn Sie bei einer anderen Ausgleichskasse angeschlossen sind oder bereits Corona-Erwerbsersatzentschädigung bezogen haben, können Sie die Anmeldung dort ausfüllen und einreichen.

Personen in einer arbeitgeberähnlicher Funktion

Unter anderem gelten Inhaber*innen einer GmbH oder AG als Personen in einer arbeitgeberähnlichen Funktion. Sie haben im Gegensatz zu ihren Mitarbeitenden keinen Anspruch auf Kurzarbeit. Neu können sie jedoch eine Corona-Erwerbsersatzentschädigung beantragen. 

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Mitarbeitende in Quarantäne

Wenn Mitarbeitende die Arbeit unterbrechen müssen, weil sie oder ihr Kind (bis zum vollendeten 12. Altersjahr) sich in Quarantäne befinden, haben Sie Anspruch auf die Corona-Erwerbsersatzentschädigung. Voraussetzung ist, dass kein Homeoffice möglich ist.

Wenn Sie als Arbeitgeber während der Quarantäne die Lohnfortzahlung vornehmen, können Sie die Corona-Erwerbsausfallentschädigung für Ihre Mitarbeiterin oder Ihren Mitarbeiter anmelden. Die Entschädigung für maximal 5 Tage (bis 12.01.2022: 7 Tage) wird Ihnen direkt ausbezahlt. In besonderen Situationen kann eine andere Quarantänedauer vorliegen. Massgebend ist die Verfügung des kantonsärztlichen Dienstes.

Wichtig: Diese Entschädigung richtet sich an Personen, die sich in Quarantäne befinden. Kein Anspruch auf Corona-Erwerbsentschädigung haben Personen, welche positiv getestet wurden, sich also in Isolation befinden. Allenfalls wird Ihre Krankentaggeldversicherung deren Lohnfortzahlung übernehmen, sofern Sie eine abgeschlossen haben.

Besonders gefährdete Personen, die ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen müssen

Als besonders gefährdet gelten ab dem 1. Juli 2021 schwangere Frauen sowie Personen, die sich aufgrund gewisser Erkrankungen nicht impfen lassen können. Informationen bzgl. Anspruchsberechtigen Personen finden Sie hier. Wenn die Arbeit von zu Hause aus möglich ist, besteht kein Anspruch auf Entschädigung.

Der Antrag für besonders gefährdete Personen muss nur einmal für die gesamte Dauer eingereicht werden. Bitte legen Sie der Anmeldung ein ärztliches Attest bei, das bescheinigt, dass Ihre Mitarbeiterin/Ihr Mitarbeiter zur den besonders gefährde­ten Personen gehört.

Der Anspruch beginnt frühestens am 18.01.2021 und endet sobald die Erwerbstätigkeit wieder aufgenommen werden kann, spätestens jedoch am 31.03.2022. Die Auszahlung erfolgt nachschüssig.

Mitarbeitende müssen ihre Kinder betreuen

Eltern haben Anspruch auf die Corona-Erwerbsausfallentschädigung, wenn sie die Erwerbstätigkeit unterbrechen müssen, weil die Fremdbetreuung ihrer Kinder nicht mehr gewährleistet ist. 

Voraussetzung für den Anspruch ist:
- Eine behördlich angeordnete vorübergehende Betriebsschliessung der Schule oder des Kindergartens oder der Sondereinrichtung oder
- die Fremdbetreuung durch eine Privatperson entfällt, weil sie aufgrund einer Quarantäne die Betreuung des Kindes nicht wahrnehmen kann.

Wenn Sie als Arbeitgeber während der Kinderbetreuung die Lohnfortzahlung vornehmen, können Sie die Corona-Erwerbsausfallentschädigung für Ihre Mitarbeiterin oder Ihren Mitarbeiter anmelden. Die Entschädigung wird Ihnen direkt ausbezahlt.

Mitarbeitende als Grenzgänge*innen unterwegs

Mitarbeitende, die als Grenzgänger*innen aus wichtigen beruflichen Gründen in die Schweiz einreist, sind in der Schweiz generell von der Quarantänepflicht befreit. Dies gilt auch, wenn sie sich in den letzten zehn Tagen vor der Einreise in die Schweiz in einem Staat oder einem Gebiet mit erhöhtem Ansteckungsrisiko aufgehalten haben. Sie müssen sich nicht in Quarantäne begeben und können deshalb auch keinen Anspruch auf die Corona-Erwerbsausfallentschädigung geltend machen.

Häufige Fragen

  • Wie deklariere ich erhaltene Entschädigungen der Arbeitslosen- oder Ausgleichskasse auf der jährlichen Lohnmeldung?

    Corona-Erwerbsausfallentschädigung (Auszahlung durch die Ausgleichskasse)

    Haben Sie als Arbeitgeber die Corona-Entschädigung erhalten, weil zum Beispiel Ihre Mitarbeiterin in Quarantäne war oder weil sich Ihr Mitarbeiter um die Kinderbetreuung kümmern musste? Die Ausgleichskasse zahlte Ihnen eine Entschädigung in der Höhe von 80 Prozent des bisherigen Bruttolohnes aus. Diesen Betrag führen Sie auf der jährlichen Lohnmeldung auf. 

    Wenn Sie Ihrem Mitarbeiter oder Ihrer Mitarbeiterin zusätzlich die Differenz von 20 Prozent auszahlten, notieren Sie auf der Lohnmeldung 100 Prozent des Lohnes. 

    Kurzarbeitsentschädigung (Auszahlung durch die Arbeitslosenkasse)

    Auch wenn Sie für Ihre Mitarbeitenden eine Kurzarbeitsentschädigung erhalten, bezahlen Sie auf dem vertraglich vereinbarten Bruttolohn die Sozialversicherungsbeiträge. Es ist somit für die jährliche Lohnmeldung an die Ausgleichskasse nicht relevant, dass die Entschädigung 80 Prozent des vereinbarten Jahreslohnes beträgt, da auf der Höhe von 100 Prozent des Lohns Beiträge bezahlt werden müssen.

    Berechnungsbeispiel:

    Jahreslohn bei 100 Prozent

    CHF 78‘000

    Monatslohn bei 100 Prozent

    CHF   6‘000

    Erhaltene Kurzarbeitsentschädigung (80 Prozent) für den Monat April

    CHF   4‘800

    Zu deklarierender Jahreslohn

    CHF  78‘000

    Weitere Informationen finden Sie hier.

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