Junger Mann mit Schultertasche telefoniert

Informationen für Selbstständige

Selbstständigerwerbende sind von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie besonders betroffen. Hier können Sie sich für die Corona-Erwerbsausfallentschädigung anmelden. Zudem finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen sowie weiterführende Informationen.

Der Bundesrat hat den Anspruch auf die Corona-Erwerbsausfallentschädigung für Selbstständigerwerbende, die von einer Betriebsschliessung oder einem indirekten Erwerbsausfall betroffen sind, bis längstens am 16. September 2020 verlängert.

Sie müssen sich nicht erneut für die Leistung anmelden. Wir verlängern Ihren Antrag automatisch. Aufgrund systemtechnischen Umstellungen werden wir die weitere Auszahlung voraussichtlich anfangs August auslösen können. Wir sind uns der Dringlichkeit bewusst und arbeiten mit Hochdruck an der technischen Umsetzung, sodass Sie die Zahlung schnellstmöglich erhalten.

Anmeldung Erwerbsausfallentschädigung

Sind Sie von den Pandemiemassnahmen des Bundesrats direkt oder indirekt betroffen? Sie haben die Corona-Erwerbsausfallentschädigung noch nicht beantragt?

Jetzt online anmelden

Wichtig für Inhaber*innen von Unternehmen aus dem Eventbereich

Ab 1. Juni 2020 erhalten Firmeninhaber*innen, die bei ihrer eigenen Firma angestellt sind, eine Corona-Erwerbsausfallentschädigung. Auch mitarbeitende Ehepartner und eingetragene Partner*innen sind anspruchsberechtigt. Der Anspruch gilt bis am 16. September 2020. 

Jetzt anmelden

Häufige Fragen

  • Ich bin Inhaber einer GmbH oder AG im Veranstaltungsbereich. Wer zahlt meinen Erwerbsausfall?

    Ab 1. Juni 2020 erhalten Firmeninhaber*innen, die bei ihrer eigenen Firma angestellt sind, eine Corona-Erwerbsausfallentschädigung. Auch mitarbeitende Ehepartner und eingetragene Partner*innen sind anspruchsberechtigt. Der Anspruch gilt bis am 16. September 2020. 

    Voraussetzung: Ihr AHV-pflichtiges Einkommen lag im Jahr 2019 zwischen 10'000 - 90'000 Franken. 

    Jetzt anmelden

  • Ich habe auch nach dem 16. Mai 2020 Erwerbseinbussen. Erhalte ich weiterhin eine Entschädigung?

    Ja, Sie erhalten weiterhin eine Entschädigung. Selbständigerwerbende, die aufgrund der getroffenen Massnahmen zur Bekämpfung der Pandemie direkte oder indirekte Erwerbseinbussen erleiden, erhalten bis zum 16. September 2020 eine Corona-Erwerbsersatzentschädigung.

    Wenn Sie sich bereits einmal angemeldet haben, müssen Sie nichts unternehmen. Wir verlängern Ihren Antrag automatisch. 
    Aufgrund systemtechnischer Umstellungen werden wir die weitere Auszahlung voraussichtlich anfangs August auslösen können. Wir sind uns der Dringlichkeit bewusst und arbeiten mit Hochdruck an der technischen Umsetzung, sodass Sie die Zahlung schnellstmöglich erhalten.

    Falls Sie bisher noch keine Corona-Erwerbsersatzentschädigung beantragt haben, können Sie sich hier anmelden. 

  • Ich bin mit der Höhe der ausbezahlten Entschädigung nicht einverstanden. Wie sieht die Berechnungsgrundlage genau aus?

    Grundsätzlich ist für die Berechnung der Corona-Erwerbsersatzentschädigung Ihr AHV-pflichtiges Erwerbseinkommen (Jahres-Reingewinn) des Jahres 2019, welches uns vor Inkrafttreten der Pandemiemassnahmen am 17. März 2020 bekannt war, massgebend. Sind Sie mit der Berechnungsgrundlage nicht einverstanden oder haben Sie Fragen dazu? Rufen Sie uns unter 062 837 89 22 an, gerne besprechen wir Ihre persönliche Situation mit Ihnen.

    Weitere Informationen zur Berechnung der Corona-Entschädigung haben wir in einem Informationsblatt für Sie zusammengestellt.

    Wichtig: Sie haben bis spätestens am 16. September 2020 Zeit, die Entschädigung oder eine Neuberechnung der Leistung zu beantragen.

  • Ich bin nur indirekt von den Pandemiemassnahmen des Bundesrats betroffen. Erhalte ich auch eine Corona-Erwerbsausfallentschädigung?

    Ja. Der Bundesrat hat am 16. April 2020 entschieden, dass auch Selbstständigerwerbende, die nur indirekt (z.B. Taxifahrer) von den behördlichen Massnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie betroffen sind, weil sie zwar weiterarbeiten dürfen, aber wegen den Massnahmen weniger oder keine Arbeit mehr haben, eine Corona-Erwerbsausfallentschädigung erhalten.

    Voraussetzung ist, dass Ihr AHV-pflichtiges Erwerbseinkommen (Jahres-Reingewinn) höher ist als 10'000 Franken, aber 90'000 Franken nicht übersteigt. Die Entschädigung ist auf 196 Franken pro Tag, also auf 5'880 Franken pro Monat begrenzt. Der Anspruch entsteht rückwirkend ab dem 1. Tag des Erwerbseinbruchs, frühestens ab dem 17. März 2020, und endet spätestens am 16. September 2020.

    Bitte beachten Sie, dass die Höhe der Entschädigung grundsätzlich auf Ihrem AHV-pflichtigen Erwerbseinkommen (Jahres-Reingewinn) des Jahres 2019 berechnet wird, das uns vor Inkrafttreten der Pandemiemassnahmen bekannt war. Sind Sie mit der Berechnungsgrundlage nicht einverstanden oder haben Sie Fragen dazu? Rufen Sie uns unter 062 837 89 22 an, gerne besprechen wir Ihre persönliche Situation mit Ihnen.

  • Ich bin selbständigerwerbend, wer zahlt meinen Erwerbsausfall?

    Selbständigerwerbende, deren Betrieb geschlossen wurde oder die aufgrund der Absage einer Veranstaltung einen Erwerbsausfall erleiden werden mit einem Taggeld entschädigt. Dies gilt auch für freischaffende Künstler, Technikerinnen, Moderatoren, Veranstalterinnen und Messebauer. 

    Die Entschädigung beträgt 80 Prozent des durchschnittlichen AHV-pflichtigen Erwerbseinkommens (Jahres-Reingewinn), höchstens aber 196 Franken pro Tag.

    Personen, die bereits Leistungen aus einer anderen Sozial- oder Privatversicherung beziehen, werden nicht entschädigt.  

    Anmeldung und Auszahlung

    Wenn Sie Ihre AHV-Beiträge bei der SVA Aargau abrechnen, können Sie hier online die Corona-Erwerbsausfallentschädigung beantragen.

    Sie haben bis am 16. September 2020 Zeit, die Entschädigung zu beantragen. Die Auszahlung der Leistung erfolgt rückwirkend.

  • Wo finde ich meine Abrechnungsnummer?

    Ihre Abrechnungsnummer finden Sie unter «Betreff Nr.» auf der Korrespondenz der SVA Aargau (z. B. auf der letzten Akontorechnung).

  • Wie wird meine Erwerbsausfallentschädigung berechnet?

    Für die Berechnung der Corona-Erwerbsausfallentschädigung wird Ihr AHV-pflichtiges Erwerbseinkommen (Jahres-Reingewinn) des Jahres 2019 verwendet, welches uns vor Inkrafttreten der Pandemiemassnahmen am 17. März 2020 bekannt war. Sind Sie mit der Berechnungsgrundlage nicht einverstanden oder haben Sie Fragen dazu? Rufen Sie uns unter 062 837 89 22 an, gerne besprechen wir Ihre persönliche Situation mit Ihnen.

    Berechnungsbeispiel

    Karim C. ist selbständigerwerbend und führt einen Barbershop. Im Jahr 2019 hat Karim seiner Ausgleichskasse ein Jahreseinkommen von 45'000 Franken gemeldet und basierend darauf AHV-Beiträge einbezahlt.

    Karims durchschnittliches Tageseinkommen wird so berechnet: 45'000 Franken geteilt durch 360 Tage, ergibt 125 Franken pro Tag. 80 Prozent seines üblichen Tageseinkommens werden Karim entschädigt (125 Franken x 80 % = 100 Franken). Er erhält pro Tag brutto 100 Franken Corona-Erwerbsersatzentschädigung. Der Entschädigung werden Sozialleistungen von 5.275 Prozent abgezogen (100 Franken - 5.275 % = 94.725 Franken). Karim erhält also netto pro Tag 94.725 Franken.

    Für einen Monat erhält Karim eine Zahlung von 2'841.75 Franken (94.725 Franken x 30 Tage).

    Vollständige Berechnung: 45’000/360x0.8x0.94725x30=2'841.75

  • Ich bin selbständigerwerbend und beschäftige Mitarbeitende. Was muss ich beachten?

    Die am 20. März vom Bundesrat vorgestellte Erwerbsausfallentschädigung gilt für Sie persönlich. Für Ihre Mitarbeitenden können Sie beim Amt für Wirtschaft und Arbeit (062 835 19 74 | kurzarbeit@ag.ch) Kurzarbeit beantragen. Weitere wissenswerte Informationen für Arbeitgebende finden Sie hier.

  • Ich muss mein Kind betreuen und kann deshalb nicht mehr arbeiten.

    Eltern, die aufgrund der Massnahmen zur Bekämpfung der Pandemie ihre Kinder betreuen müssen und deshalb nicht arbeiten können, werden entschädigt.

    Die Entschädigung ist an folgende Voraussetzungen geknüpft: 

    • Ihr Kind ist jünger als 12 Jahre
    • Das Kind kann nicht fremdbetreut werden, weil zum Beispiel die Schule geschlossen ist oder das Kind vorher durch eine Person betreut wurde, die zur Risikogruppe gehört. 
    • Sie sind erwerbstätig und können nicht von zuhause aus arbeiten.
    • Sie wohnen oder arbeiten in der Schweiz und sind somit bei der AHV versichert.
    • Sie werden nicht von einer anderen Sozial- oder Privatversicherung entschädigt

    Die Entschädigung beträgt 80 Prozent des durchschnittlichen AHV-pflichtigen Erwerbseinkommens (Jahres-Reingewinn), höchstens aber 196 Franken pro Tag. Der Anspruch beginnt am 4. Tag, an dem alle Voraussetzungen erfüllt sind, allerdings frühestens am 19. März 2020.

    Sobald eine Lösung für die Betreuung gefunden wurde oder die Massnahmen zur Bekämpfung der Pandemie aufgehoben wurden, besteht kein Anspruch mehr. Sie erhalten maximal 30 Taggelder.

    Eltern von Jugendlichen, die eine Sonderschule besuchen oder einen Intensivpflegezuschlag der IV erhalten, haben Anspruch auf die Corona-Erwerbsausfallentschädigung bis die Kinder 20 Jahre alt sind. Voraussetzung ist, dass die Sonderschule oder die Eingliederungsstätte wegen den Massnahmen zur Bekämpfung der Pandemie geschlossen wurde.

    Anmeldung und Auszahlung

    Wenn Sie Ihre AHV-Beiträge bei der SVA Aargau abrechnen, können Sie hier online die Corona-Erwerbsausfallentschädigung beantragen.

    Sie haben bis am 16. September 2020 Zeit, die Entschädigung zu beantragen. Die Auszahlung der Leistung erfolgt rückwirkend.

  • Ich bin selbständigerwerbend und kann nicht mehr arbeiten, weil ich mich in Quarantäne begeben muss.

    Selbstständige, sich in eine ärztlich oder behördlich angeordnete Quarantäne begeben mussten, haben Anspruch auf die Corona-Erwerbsausfallentschädigung. Eine Selbstisolation genügt für den Anspruch nicht. Die Entschädigung richtet sich an Personen, die nicht selber am Virus erkrankt sind, aber mit einer positiv getesteten Person respektive einem Verdachtsfall Kontakt hatten und in Quarantäne sind oder aber aus einem Risikogebiet zurück in die Schweiz eingereist sind und von den Behörden unter Quarantäne gestellt wurden. 

    Die Entschädigung ist an folgende Bedingungen geknüpft:

    • Die Quarantäne wurde von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt verordnet
    • Sie wohnen oder arbeiten in der Schweiz und sind somit bei der AHV versichert
    • Sie sind erwerbstätig
    • Sie können nicht von zuhause aus arbeiten
    • Sie erhalten keine andere Entschädigung einer Sozial- oder Privatversicherung (z.B. Krankentaggeld)

    Quarantäne aufgrund einer Meldung der SwissCovidApp
    Wenn die App Ihnen meldet, dass Sie mit einer infizierten Person Kontakt hatten, kontaktieren Sie die Infoline SwissCovid. Wenn eine Behörde oder ein Arzt eine Quarantäne anordnet und Sie nicht von zu Hause aus arbeiten können, haben Sie Anspruch auf die Corona-Erwerbsausfallentschädigung.

    Wichtig: Wenn Sie sich bei einer Meldung der SwissCovidApp ohne weitere Abklärung durch einen Arzt oder eine Ärztin selber in Quarantäne begeben, besteht kein Anspruch auf die Corona-Erwerbsausfallentschädigung. 

    Reisen in Risikogebieten
    Wenn Sie in ein Risikogebiet reisen, müssen Sie nach der Rückkehr während 10 Tagen in Quarantäne. Wenn Sie nach dem 6. Juli 2020 in das Risikogebiet abreisen, besteht kein Anspruch auf die Corona-Erwerbsausfallentschädigung. Die Liste mit den Risikoländern hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) in der neusten COVID-Verordnung aufgeführt. 

    Höhe der Entschädigung

    Die Entschädigung beträgt 80 Prozent Ihres AHV-pflichtigen Erwerbseinkommens (Jahres-Reingewinn), höchstens aber 196 Franken pro Tag. Ab dem Tag an dem alle Bedingungen erfüllt sind, haben Sie Anspruch auf die Entschädigung, frühestens jedoch am 17. März 2020. Sie erhalten maximal 10 Taggelder.

    Anmeldung und Auszahlung 

    Wenn Sie Ihre AHV-Beiträge bei der SVA Aargau abrechnen, können Sie hier online die Corona-Erwerbsausfallentschädigung beantragen.

    Es gibt keine Anmeldefrist. Die Auszahlung der Entschädigung erfolgt rückwirkend.

  • Mein Einkommen hat sich verändert. Nun entsprechen meine Akontobeiträge für die AHV nicht mehr meiner aktuellen wirtschaftlichen Situation.

    Teilen Sie uns über folgenden Link mit, wie sich Ihr AHV-pflichtiges Erwerbseinkommen (Jahres-Reingewinn) verändert hat. Aufgrund Ihrer Meldung können wir Ihre Akontobeiträge für die AHV entsprechend anpassen. Dadurch reduziert sich Ihre finanzielle Belastung.

    www.sva-ag.ch/ek-se

  • Ich habe Zahlungsschwierigkeiten und kann meine AHV-Beiträge nicht einzahlen.

    Die SVA Aargau findet gemeinsam mit Ihnen individuelle Lösungen. Bitte melden Sie sich bei Zahlungsengpässen möglichst rasch bei uns: inkasso@sva-ag.ch oder +41 62 836 82 92.

    Wenn Sie im Rahmen der Corona-Massnahmen mit uns eine Ratenzahlung vereinbaren (Tilgungsplan), verrechnen wir Ihnen für den Zeitraum vom 21. März bis 20. September 2020 keine Verzugszinsen.

  • Muss ich mit einer Mahnung von der SVA Aargau rechnen?

    Nein. Der Bundesrat hat angeordnet, dass bis zum 30. Juni 2020 keine Mahnungen auf Beitragsforderungen ausgelöst werden. Ausserdem belasten wir Ihnen für den Zeitraum vom 21. März bis 30. Juni 2020 keine Verzugszinsen.  

  • Gibt es noch weitere finanzielle Entlastungsmöglichkeiten?

    Der Bundesrat und der Kanton Aargau haben umfassende Massnahmenpakete zusammengestellt, um die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie aufzufangen. Die SVA Aargau unterstützt die Menschen im Kanton Aargau in dieser besonderen Situation unter anderem mit der Corona-Erwerbsersatzentschädigung. Daneben gibt es jedoch noch weitere Entlastungsmassnahmen von Bund und Kanton.

    Wir haben die wichtigsten Informationen für Sie zusammengefasst: www.sva-ag.ch/finanzierungshilfe

SVA Newsletter

In diesen turbulenten Zeiten ist der Informationsbedarf gross. Gerne halten wir Sie mit unserem Newsletter proaktiv auf dem Laufenden.

Kontakt

Ausgleichskasse
SVA Aargau
Kyburgerstrasse 15
5001 Aarau
Tel. +41 62 836 81 81
Fax +41 62 836 81 99

E-Mail: info@sva-ag.ch

Invalidenversicherung
SVA Aargau
Bahnhofplatz 3C
5001 Aarau
Tel. +41 62 836 81 81
Fax +41 62 837 85 09

Öffnungszeiten