Medizinische Behandlung

Die Invalidenversicherung übernimmt die medizinische Behandlung anerkannter Geburtsgebrechen. Ebenso medizinische Massnahmen, um die Erwerbsfähigkeit für den späteren Einstieg ins Berufsleben zu erhalten. Ihre Kontaktpersonen bei der Invalidenversicherung beraten Sie gerne.

Anmeldung

Für Leistungen der Invalidenversicherung melden Sie sich erstmals mit der Anmeldung unter «Beliebteste Downloads» an.

Die Anmeldeformulare erhalten Sie bei den IV-Stellen, den Ausgleichskassen und den Gemeindezweigstellen. Verlängerungen beantragen Sie schriftlich ohne besondere Form.

Die IV-Stelle Ihres Wohnkantons nimmt Ihre Anmeldung gerne entgegen.

Anspruch

Die Invalidenversicherung übernimmt Kosten für die Behandlung eines Geburtsgebrechens bis zum vollendeten 20. Altersjahr. Danach ist die Krankenkasse zuständig. Alle Geburtsgebrechen finden Sie untenstehend (nützliche Links). Der Anspruch beginnt mit dem Beginn der Behandlung.

Auch Kosten von medizinischen Eingliederungsmassnahmen kann die IV übernehmen. Diese sollen die berufliche Eingliederung von Jugendlichen erreichen. Zusätzlich unterstützt die IV Massnahmen, welche die Tätigkeit im Aufgabenbereich erhalten oder verbessern.

Die Krankenkasse (Grundversicherung) übernimmt die Leistungen bis zum Entscheid der Invalidenversicherung.

Leistungen

Die Invalidenversicherung übernimmt folgende Massnahmen:

  • Die ambulante oder stationäre ärztliche Behandlung auf der allgemeinen Abteilung
  • Die Behandlung durch medizinische Hilfspersonen (z.B. Physiotherapie usw.)
  • Anerkannte Arzneimittel
  • Behandlungsgeräte (z.B. Brillen, Inhalationsapparate usw.)
  • Reisekosten für die öffentlichen Verkehrsmittel

Auf die Leistungen der Invalidenversicherung bezahlen Sie keinen Selbstbehalt.

Kosten für Reisen und auswärtige Mahlzeiten

Die Invalidenversicherung kann Reisekosten, die im Zusammenhang mit dem Geburtsgebrechen entstehen (z.B. Reiseweg zur ärztlichen Kontrolle oder zur Therapie), übernehmen. Die Fahrten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem privaten Motorfahrzeug rechnen Sie wie folgt ab:

  • Ambulante Behandlungen: kürzester Weg Wohnort – Behandlungsort – Wohnort
  • Stationäre Behandlungen: Ein- und Austrittstag mit Essensgeld sowie jeder dritte Besuchstag

Die IV übernimmt die Kosten der günstigsten Reisevariante. Bei Fahrten mit dem Privatauto berechnet sie den kürzesten Weg (45 Rappen pro Kilometer). Parkgebühren vergütet die IV nicht.

Bei Abwesenheiten von fünf bis acht Stunden erhalten Sie für auswärtige Mahlzeiten 11.50 Franken. Bei Abwesenheiten von mehr als acht Stunden erhalten Sie 19 Franken.

Bei Fragen zur Abrechnung von Reisekosten helfen Ihnen die Fachpersonen der SVA gerne weiter: 062 837 89 96.

Häufige Fragen

  • Was ist eine NIF-Nummer?

    Die NIF-Nummer wird durch die Zentrale Ausgleichsstelle (ZAS) bei der ersten Abrechnung vergeben, die ZAS hinterlegt die angegebenen Kontoangaben bei der NIF. Bei der ersten Rechnung kann die NIF-Nummer also weggelassen werden. Ab der 2. Rechnung genügt die NIF-Nummer – die Kontoangaben werden nur noch benötigt, wenn es eine Änderung gibt. Ansonsten erfolgt die Auszahlung durch die ZAS auf das angegebene Konto.

    Die NIF-Nummer sollte auf der Rechnung notiert werden, zusätzlich zur Versichertennummer, Adresse der Versicherten und des Rechnungsstellers.

  • Wie lange hat mein Kind Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung? Wann wird ein Entscheid verlängert?

    Die Invalidenversicherung übernimmt die Kosten für medizinische Behandlungen sowie für notwendige Behandlungsgeräte längstens bis zum vollendeten 20. Altersjahr. Danach ist die Krankenkasse zuständig. Ist ein Entscheid befristet, so prüfen wir gerne den Anspruch auf eine Verlängerung. Dafür benötigen wir einen formlosen schriftlichen Antrag mit Ihren Angaben, welche ärztliche Stelle zum Verlauf der Behandlung Stellung nehmen kann.

    Der Anspruch auf andere Leistungen – abgesehen von den medizinischen Behandlungsmassnahmen – besteht grundsätzlich auch nach dem 20. Altersjahr.

  • Wann muss ich mein Kind bei der Invalidenversicherung für medizinische Massnahmen anmelden?

    Medizinische Massnahmen im Rahmen eines Geburtsgebrechens können angemeldet werden, wenn eine Diagnose vorliegt und eine Behandlung notwendig ist. Vorsorgliche Anmeldungen sind nicht notwendig und werden abgelehnt.

  • Welche Reisekosten können vergütet werden?

    Während eines Spitalaufenthaltes Ihres Kindes vergütet die Invalidenversicherung die Reisekosten am Ein- und Austrittstag sowie an jedem dritten Besuchstag für einen Elternteil. Am Ein- und Austrittstag können Sie zusätzlich für einen Elternteil die Verpflegungskosten (Zehrgeld) abrechnen. Die Übernachtungskosten der Eltern im Spital übernimmt die Invalidenversicherung nicht.

    Bei ambulanten Behandlungen übernimmt die Invalidenversicherung die Reisekosten für das versicherte Kind sowie für eine Begleitperson. Weitere Informationen finden Sie auch im Merkblatt für Reisekosten

    Das Rechnungsformular für Reisekosten und Verpflegung finden Sie hier.

Mein Anliegen

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Kontakt

Ausgleichskasse
SVA Aargau
Kyburgerstrasse 15
5001 Aarau
Tel. +41 62 836 81 81
Fax +41 62 836 81 99

E-Mail: info@sva-ag.ch

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