Inhalt - Fragen und Antworten

Ratgeber

Meine Situation

Auslandaufenthalt

Antwort auf/zuklappen Kann ich mit Wohnsitz im Ausland freiwillig weiterhin AHV-Beiträge bezahlen?

Ja, Sie können der freiwilligen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung beitreten, wenn Sie diese vier Voraussetzungen erfüllen:

  • Nationalität Schweiz oder EU/EFTA-Staat
  • Wohnsitz ausserhalb der EU/EFTA
  • bis zum Verlassen der Schweiz mindestens fünf Jahre ununterbrochen versichert
  • Einreichung der Beitrittserklärung bei der Schweizerischen Ausgleichskasse innert Jahresfrist nach dem Ausscheiden aus der obligatorischen Versicherung.
Kategorie: Auslandaufenthalt
Antwort auf/zuklappen Wo kann ich mich für die freiwillige Versicherung anmelden?

Für Auskünfte und Beitrittsgesuche ist die Schweizerische Ausgleichskasse zuständig.

Schweizerische Ausgleichskasse SAK
Av. Edmond-Vaucher, 18
Postfach 3100
1211 Genf 2
Tel 022 795 91 11
ak27@anti-clutterzas.admin.ch

Kategorie: Auslandaufenthalt
Antwort auf/zuklappen Habe ich auch Anspruch auf Familienzulagen, wenn ich im Ausland arbeite?

Nein. Es gibt jedoch eine Sonderregelung für Arbeitnehmende, die für einen Arbeitgeber in der Schweiz im Ausland arbeiten und obligatorisch in der AHV versichert sind.

Unter diese Sonderregelung fallen:

  • Arbeitnehmende mit Schweizer Staatsangehörigkeit, die im Dienste des Bundes, einer internationalen Organisation oder eines Hilfswerks im Ausland eingesetzt werden und während dieses Einsatzes obligatorisch in der AHV versichert bleiben;
  • Personen, die im Ausland für einen Arbeitgeber arbeiten, der seinen Sitz in der Schweiz hat, von diesem ihren Lohn erhalten und obligatorisch in der AHV versichert sind, und
  • von der Schweiz ins Ausland entsandte Arbeitnehmende, die aufgrund eines internationalen Abkommens in der AHV versichert sind.

Die Kinder- und Ausbildungszulagen werden weltweit exportiert. Sie werden aber der Kaufkraft angepasst.

Kategorie: Auslandaufenthalt
Antwort auf/zuklappen Mein Kind studiert im Ausland. Besteht weiterhin ein Anspruch auf Familienzulagen?

Leistungen werden nur für im Ausland lebende Kinder ausgerichtet, wenn die Schweiz durch Staats-verträge dazu verpflichtet ist.
Die einschränkenden Bestimmungen zum Export der Familienzulagen gelten auch für Schweizer Staatsangehörige. Die Staatsangehörigkeit der Kinder ist nicht massgebend. Sie betreffen nur Kinder mit Wohnsitz im Ausland.
Kinder und Jugendliche, die sich für eine beschränkte Zeit im Ausland aufhalten, zum Beispiel im Rahmen eines Studienjahres, behalten ihren Wohnsitz in der Schweiz meistens bei, weil davon aus-gegangen wird, dass diese Jugendlichen nach dem Studienaufenthalt in die Schweiz zurückkehren und dort die Ausbildung fortsetzen oder eine Erwerbstätigkeit aufnehmen werden. Es besteht während dieser Zeit weiterhin Anspruch auf Familienzulagen.
Für Kinder, welche die Schweiz zu Ausbildungszwecken verlassen, besteht während höchstens fünf Jahren Anspruch auf Familienzulagen. Voraussetzung dafür ist, dass die Kinder den Wohnsitz weiterhin in der Schweiz behalten. Dies muss im Einzelfall nach bestimmten Kriterien geprüft werden.

Kategorie: Auslandaufenthalt
Antwort auf/zuklappen Ich studiere im Ausland. Bin ich weiterhin versichert und beitragspflichtig in der AHV?

Ja. Nichterwerbstätige Studierende mit zivilrechtlichem Wohnsitz in der Schweiz müssen ab 1. Januar nach Vollendung des 20. Altersjahres Beiträge an die AHV, IV und EO bezahlen.

Erkrankt / Invalid

Antwort auf/zuklappen Welche Unterstützung erhalten Sie bei einem gesundheitlichen Rückfall?

Wenn auf die erfolgreiche (Teil-)Eingliederung ein gesundheitlicher Rückfall des Arbeitnehmers folgt, so lässt Sie die IV-Stelle nicht alleine. Das Gesetz sieht eine Schutzfrist von drei Jahren nach der Aufhebung der Rente vor. So wird sichergestellt, dass Sie kein finanzielles Risiko tragen, wenn Ihre neue Arbeitskraft erneut wegen Gesundheitsproblemen aufällt. Ebenso steht die IV-Stelle sowohl dem ehemaligen Rentner als auch Ihnen beratend zur Seite.

Die IV übernimmt während der Schutzfrist die Rolle der Taggeldversicherung. Wenn der Arbeitnehmer einen gesundheitlichen Rückschlag oder einen neuen Unfall erleidet und länger als 30 Tage arbeitsunfähig ist, erhält er eine Übergangsleistung in der Höhe seiner ursprünglichen Rente. Sie müssen somit den Krankheitsfall Ihrer Taggeldversicherung nicht melden, und es drohen Ihnen keine höheren Prämien. Auch wenn Sie keine Taggeldversicherung abgeschlossen haben, werden Sie doch stark von der Lohnzahlung entlastet.

Während drei Jahren bleibt der Arbeitnehmer bei seiner letzten Pensionskasse versichert. Sollte er wieder erwerbsunfähig werden, so muss Ihre Pensionskasse keine Invaliditätsleistungen bezahlen, und Sie müssen auch keine Prämienerhöhung in der beruflichen Vorsorge befürchten.


Weitere Informationen finden Sie auch in unserem Merkblatt:
Merkblatt 4.09 – Berufliche Eingliederungsmassnahmen der IV

Antwort auf/zuklappen Wie machen wir weiter, wenn sich der Arbeitnehmer bewährt?

Im Arbeitsversuch können Sie als Arbeitgeber einen möglichen künftigen Arbeitnehmer ausführlich auf seine Fähigkeiten und Eigenschaften testen. Wie geht es weiter, wenn er sich bewährt und sich erfolgreich ins Team integriert?

Wenn Sie in Ihrem Betrieb selbst die Möglichkeit für die Weiterbeschäftigung haben, entsteht mit dem Anstellungsvertrag ein Arbeitsverhältnis. Damit ist die Eingliederung aber nicht unbedingt abgeschlossen. Bei Bedarf erhalten Sie weiterhin Beratung und Begleitung durch die IV-Stelle. Braucht Ihr neuer Arbeitnehmer beispielsweise noch besondere Betreuung am Arbeitsplatz, werden Sie bis zu sechs Monate lang mit einem Einarbeitungszuschuss unterstützt.

Mit dem neuen Arbeitsverhältnis revidiert die IV-Stelle die Rente des Arbeitnehmers. Ist er voll einsatzfähig, wird die IV-Rente ganz aufgehoben. Ist er nur für eine Teilzeitbeschäftigung einsatzfähig, wird die IV-Rente entsprechend angepasst.

In den kommenden drei Jahren profitieren Sie als Arbeitgeber und Ihr neuer Mitarbeiter zudem von einer Schutzfrist von drei Jahren.


Weitere Informationen finden Sie auch in unseren Merkblättern:
Merkblatt 4.04 – Invalidenrente der IV
Merkblatt 4.09 – Berufliche Eingliederungsmassnahmen der IV

Antwort auf/zuklappen Was können Sie als Arbeitgeber für die berufliche Wiedereingliederung tun?

Mit Ihnen als Arbeitgeber zusammen kann die IV-Stelle verhindern, dass jemand aus dem Erwerbsleben ausscheidet. Gemeinsam ist es jedoch auch möglich, jemanden, der bereits eine IV-Rente erhält, wieder ins Arbeitsleben zurück zu bringen.

Um dieses Ziel zu erreichen, hat die IV-Stelle im Gesetz neue Möglichkeiten für sogenannte Wiedereingliederungsmassnahmen erhalten und kann den Arbeitgebern entsprechende Angebote machen.

Die IV-Stelle vermittelt Arbeitgebern Personen mit einem geeigneten Profil für einen Arbeitsversuch von bis zu sechs Monaten Dauer. Der Arbeitgeber geht dabei kein Arbeitsverhältnis ein und bezahlt keinen Lohn. Er bietet der versicherten Person die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten im freien Arbeitsmarkt unter Beweis zu stellen. Dafür kann er ohne Risiko und mit minimalem Rekrutierungsaufwand einen möglichen künftigen Angestellten ausführlich testen und kennen lernen. Die versicherte Person erhält während des Arbeitsversuchs weiterhin ihre IV-Rente.

In bestimmten Fällen muss die versicherte Person zunächst mit sogenannten Integrationsmassnahmen (Aufbau- und Belastbarkeitstraining) auf die erfolgreiche Durchführung von Eingliederungsmassnahmen vorbereitet werden. Während der Integrationsmassnahmen werden Sie als Arbeitgeber mit bis zu 100 Franken pro Tag entschädigt.


Weitere Informationen finden Sie auch in unseren Merkblättern:
Merkblatt 4.09 – Berufliche Eingliederungsmassnahmen der IV

Antwort auf/zuklappen Was tut die IV-Stelle, damit Sie einen Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin nicht verlieren?

Wenn sich ein Mitarbeiter für IV-Leistungen anmeldet, geht es noch nicht um eine IV-Rente! Vielmehr kann die IV-Stelle nun rasch und unkompliziert Massnahmen der Frühintervention ergreifen.

Aufgrund der Abklärungen wird ein verbindlicher Eingliederungsplan erstellt, der alle beschlossenen Massnahmen festhält. In Frage kommen in der Frühinterventionsphase vor allem Anpassungen des Arbeitsplatzes, Ausbildungskurse, Job-Coaching und Arbeitstraining. Sie als Arbeitgeber werden in die Eingliederungsmassnahmen einbezogen und vom IV-Berater begleitet.

Während die Frühinterventionsmassnahmen laufen, klärt die IV-Stelle ab, auf welche IV-Leistungen der Mitarbeiter im Anschluss an diese Phase ein Anrecht hat. Im Rahmen von beruflichen Massnahmen (z. B. Umschulung, Berufsausbildung) kann die IV ein Taggeld ausrichten. Dies entlastet Sie als Arbeitgeber vollständig oder teilweise von der Lohnzahlung.

Nach der Eingliederungsphase wird geprüft, wie erfolgreich die Massnahmen waren. Im besten Fall kann der Mitarbeiter wieder im bisherigen Umfang arbeiten und braucht keine Rente. Wenn er nur teilweise einsatzfähig ist, so kann er eine Teilrente erhalten.


Weitere Informationen finden Sie auch in unseren Merkblättern:
Merkblatt 4.02 – Taggelder der IV
Merkblatt 4.04 – Invalidenrente der IV
Merkblatt 4.12 – Früherfassung und Frühintervention

Antwort auf/zuklappen Was können Sie als Arbeitgeber tun, wenn ein Mitarbeiter häufig fehlt oder gesundheitliche Probleme hat?

Wenn ein Mitarbeiter länger als 30 Tage arbeitsunfähig oder regelmässig für kurze Zeit krank ist, können Sie bei der IV-Stelle Ihres Kantons Unterstützung anfordern. Sie machen eine sogenannte Meldung zur Früherfassung. In einem Gespräch wird abgeklärt, ob eine IV-Anmeldung nötig ist.

Sie haben als Arbeitgeber die Möglichkeit und das Recht, Ihren Mitarbeiter zur Früherfassung zu melden. Ebenfalls meldungsberechtigt sind der Mitarbeiter selber oder seine gesetzlichen Vertreter, Familien-mitglieder, die mit ihm im gleichen Haushalt leben, sowie behandelnde Ärzte, die Krankentaggeld-versicherung, die Unfallversicherung, die Pensionskasse und andere Versicherungen oder Organe.

Eine Fachperson der IV-Stelle trifft sich mit dem Mitarbeiter und klärt seine Situation ab. Falls das gesundheitliche Problem zu einer Invalidität führen kann, empfiehlt er ihm die IV-Anmeldung. Sie werden als Arbeitgeber je nach Situation in die Abklärungen miteinbezogen.

Mit der IV-Anmeldung können rasch und unkompliziert Massnahmen der Frühintervention eingeleitet werden. Ziel ist es, gemeinsam mit Ihnen den Mitarbeiter so zu unterstützen, dass er wenn möglich wieder an seinen Arbeitsplatz zurückkehren oder neue Aufgaben überneh-men kann.

Sollte die IV-Stelle im konkreten Fall nicht die richtige Ansprechpartnerin sein, so hat sich die Meldung trotzdem gelohnt. Die IV-Berater können den Kontakt zur richtigen Stelle vermitteln.


Weitere Informationen finden Sie auch in unseren Merkblättern:
Merkblatt 4.12 – Früherfassung und Frühintervention

Antwort auf/zuklappen Wie wird der Assistenzbeitrag berechnet?

Aufgrund des regelmässigen zeitlichen Hilfebedarfs.

Der Assistenzbeitrag wird aufgrund des regelmässigen zeitlichen Hilfebedarfs der versicherten Person festgelegt. Für die Berechnung wird die Zeit abgezogen, die bereits über andere Leistungen gedeckt ist (Hilflosenentschädigung, Intensivpflegezuschlag für minderjährige Versicherte, Grundpflege gemäss KVG usw.).
Der Assistenzbeitrag beträgt Fr. 32.50 pro Stunde. Muss die Assistenzperson für die benötigten Hilfeleistungen über besondere Qualifikationen verfügen, so beträgt der Assistenzbeitrag Fr. 48.75 pro Stunde. Der Ansatz für den Nachtdienst wird im Einzelfall und nach Intensität der zu erbringenden Hilfeleistung festgelegt. Er beträgt jedoch höchstens Fr. 86.70 pro Nacht. In diesen Ansätzen sind die Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge an die Sozialversicherungen und die Ferienentschädigung inbegriffen.
Der Assistenzbeitrag wird der versicherten Person gegen monatliche Vorlage einer Rechnung direkt ausbezahlt. In der Rechnung sind die tatsächlich geleisteten Assistenzstunden aufzuführen. Sie darf höchstens die Zeitperiode der letzten 12 Monate betreffen.

Antwort auf/zuklappen Hilflos im Alltag / Wann erhalte ich Hilflosenentschädigung?

Wenn Sie bei alltäglichen Lebensverrichtungen wie Ankleiden, Aufstehen, Absitzen, Essen, Körperpflege etc. die Hilfe anderer Menschen benötigen, erhalten Sie unter gewissen Voraussetzungen eine Hilflosenentschädigung oder einen Assistenzbeitrag. Die Höhe der Entschädigung hängt von dem Schweregrad der Hilflosigkeit ab. Es kann zudem der Anspruch auf eine so genannte lebenspraktische Begleitung entstehen.

Kategorie: Erkrankt / Invalid
Antwort auf/zuklappen Wann habe ich Anspruch auf ein Hilfsmittel?

Versicherte Personen haben Anspruch auf Hilfsmittel, die sie für die Erwerbsarbeit, die Ausbildung, die Hausarbeit oder den privaten Alltag benötigen. Den Anspruch können sie geltend machen, indem sie bei der IV-Stelle ihres Wohnsitzkantons das Anmeldeformular für Hilfsmittel einreichen.

Kategorie: Erkrankt / Invalid
Antwort auf/zuklappen Mein Kind hat eine Behinderung / Welche Unterstützung erhalte ich von der IV?

Die IV unterstützt Minderjährige und Jugendliche bis zum 20. Altersjahr wie folgt:

  • Sie übernimmt die Kosten für medizinische Eingriffe zur Behandlung gewisser angeborener Leiden.
  • Sie kommt auf für chirurgische Eingriffe sowie Physio- und Psychotherapie, die massgeblich zur Erhöhung der Erwerbsfähigkeit beitragen.
  • Sie gewährt Berufsberatung für den Einstieg ins Erwerbsleben und übernimmt behinderungsbedingte Mehrkosten, die bei der erstmaligen beruflichen Ausbildung entstehen.
  • Unter gewissen Voraussetzungen gewährt sie Hilflosenentschädigung.
  • Benötigt ein Kind im Vergleich zu gleichaltrigen Kindern ohne gesundheitliche Einschränkung im Tagesdurchschnitt eine zusätzliche Betreuung von mindestens vier Stunden, kommt ein Intensivpflegezuschlag in Frage.
  • Sie gibt Hilfsmittel ab, die für die Ausbildung benötigt werden oder helfen, den Alltag möglichst unabhängig zu bewältigen.
Antwort auf/zuklappen IV-Rente und gesundheitliche Veränderungen / Wie ist der Anspruch?

Der Anspruch auf eine Rente besteht nicht auf Lebzeiten. Die IV-Stellen beurteilen die Renten regelmässig neu. Wenn sich der gesundheitliche Zustand und damit die Erwerbsfähigkeit des Rentenbezügers oder der Rentenbezügerin verbessert haben, wird die IV-Stelle die Rente überprüfen.
Am 1. Januar 2012 wurden im Rahmen der 6. IV-Revision zusätzliche Massnahmen eingeführt, um versicherte Personen bei der Erhöhung der Erwerbsfähigkeit und beim Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess zu unterstützen.
Melden Sie der IV-Stelle von sich aus eine allfällige Erhöhung Ihres Arbeitspensums. Wenn Sie dank der Verbesserung der gesundheitlichen Situation mehr arbeiten können, haben Sie gegenüber der IV-Stelle eine Meldepflicht.

Antwort auf/zuklappen Meldung bei Krankheit oder Unfall?

Wer wegen einer Krankheit oder eines Unfalls länger als drei Monate nicht arbeiten kann, und auch keine AHV-pflichtigen Erwerbsausfallentschädigungen von Krankentaggeld- und Unfallversicherung bezieht, riskiert Beitragslücken. Diese können zu einer Kürzung der künftigen AHV- oder IV-Rente führen. In jedem Fall lohnt sich eine Kontaktnahme mit der SVA Aargau, um zu klären, ob die Beitragspflicht für das betreffende Jahr erfüllt wird.

Antwort auf/zuklappen Für IV anmelden?

Einen Anspruch auf Leistungen der IV können Versicherte haben, die wegen eines Gesundheitsschadens in ihrer Erwerbstätigkeit oder in ihrem bisherigen Aufgabenbereich oder in einer Ausbildung teilweise oder ganz eingeschränkt sind.

Vor der Gewährung einer IV-Rente wird in jedem Fall zuerst die Möglichkeit einer beruflichen Eingliederung geprüft. Zusätzlich können unter anderem auch Hilfsmittel, eine Hilflosenentschädigung, ein Assistenzbeitrag oder lebenspraktische Begleitung gewährt werden.

Kategorie: Erkrankt / Invalid
Antwort auf/zuklappen Erstmalige berufliche Ausbildung / Meine Tochter/mein Sohn findet keine Lehrstelle. Wie sieht die Unterstützung der IV aus?

Die erstmalige berufliche Ausbildung richtet sich an Personen, welche noch nicht erwerbstätig sind und denen durch ihre gesundheitliche Beeinträchtigung Mehrkosten für die Ausbildung (von mindestens CHF 400.— pro Jahr) entstehen. Ziel ist es, im Anschluss an die berufliche oder schulische Ausbildung mit geeigneten Massnahmen eine Erwerbstätigkeit zu ermöglichen. Es werden nur die invaliditätsbedingten Mehrkosten übernommen. Dabei werden die Ausbildungskosten der versicherten Person mit denen einer gesunden Person, die in der gleichen Ausbildung steht, verglichen.
 
Melden Sie Ihre Tochter/Ihren Sohn über unser Anmeldeformular für Minderjährige bei uns an. Wir prüfen den Anspruch auf eine erstmalige berufliche Ausbildung. Werden der Anmeldung bereits gute medizinische Unterlagen beigelegt, kann dieser Prozess beschleunigt werden. Mehr dazu unter folgendem Kapitel: Massnahmen beruflicher Art.

Antwort auf/zuklappen Muss ich Beiträge bezahlen, wenn ich eine IV-Rente oder ein IV-Taggeld beziehe?

Bezüger einer IV-Rente bleiben selbst dann beitragspflichtig, wenn sie keine Erwerbstätigkeit mehr ausüben können. Sie schulden die Beiträge als Nichterwerbstätige und haben sich zwecks Erfassung bei der SVA Aargau oder deren Gemeindezweigstelle SVA am Wohnort zu melden.
Bei den IV-Taggeldern ziehen die auszahlenden Stellen die Hälfte des AHV-Beitrages vom Taggeld ab und überweisen ihn zusammen mit ihrem Anteil an die Ausgleichskasse. Der Beitragssatz ist gleich hoch wie bei einem "normalen" Angestelltenverhältnis. Aufgrund dieser Regelung sind während der Bezugszeit von Taggeldern keine Beitragslücken zu befürchten.
Besteht kein Anspruch mehr auf ein Taggeld, müssen sich die Betroffenen zwecks Erfassung als Nichterwerbstätige bei der SVA Aargau oder bei der Gemeindezweigstelle SVA am Wohnort melden.

Kategorie: Erkrankt / Invalid
Antwort auf/zuklappen Ich bin krank geschrieben und erhalte ein Krankentaggeld. Bekomme ich weiterhin die Familienzulagen?

Ist der oder die Arbeitnehmende durch Krankheit, Unfall, Schwangerschaft oder durch die Erfüllung gesetzlicher Pflichten an der Arbeitsleistung verhindert, so werden die Familienzulagen ab Eintritt der Arbeitsverhinderung für den laufenden und drei weitere Monate ausgerichtet, und zwar unabhängig davon, ob ein Lohn oder eine Versicherungsleistung bezahlt wird.
Wenn nach Ablauf der drei Monate noch ein Lohn und/oder ein Taggeld nach EOG, IVG oder MVG von gesamthaft mindestens CHF 587.—pro Monat ausgerichtet wird, werden die Familienzulagen ebenfalls weiter ausgerichtet, Taggelder der Unfall- oder Krankenversicherung werden jedoch nicht eingerechnet. Die Möglichkeit, Familienzulagen und Taggelder zu kumulieren, ist zeitlich nicht begrenzt.
Wenn kein Lohn und/oder ein Taggeld nach EOG, IVG oder MVG von gesamthaft mindestens CHF 587.—pro Monat ausgerichtet wird, besteht nach Ablauf der drei Monate seit Eintritt der Arbeitsverhinderung kein Anspruch auf Familienzulagen mehr.
Wird dem Arbeitnehmenden während der Arbeitsverhinderung infolge der genannten Gründe gekündigt, so besteht der Anspruch auf Familienzulagen während drei Monaten nach Eintritt der Arbeitsverhinderung auch über die Beendigung des Arbeitsverhältnisses hinaus. Nach Ablauf dieser Frist werden keine Familienzulagen mehr ausgerichtet, selbst wenn weiterhin ein Taggeld nach EOG, IVG oder MVG von mindestens CHF 587.— pro Monat bezahlt wird.
Gegenüber den Familienzulagen für nichterwerbstätige Personen geht das Kindergeld zu Taggeldern der IV jedoch vor.

Kategorie: Erkrankt / Invalid
Antwort auf/zuklappen Mein Kind musste infolge Krankheit die Ausbildung unterbrechen. Besteht weiterhin ein Anspruch auf Familienzulagen?

Krankheit
Kinder, die ihre Ausbildung wegen Krankheit oder Unfall unterbrechen, jedoch nicht länger als 12 Monate, gelten in dieser Zeit als in Ausbildung.
Die Ausbildung gilt als beendet, wenn ein Anspruch auf eine Invalidenrente entsteht.
Wird die Ausbildung wegen Krankheit oder Unfall für längere Zeit unterbrochen, so muss durch ein Arztzeugnis belegt werden, dass die Ausbildung aus Gesundheitsgründen nicht weiter verfolgt werden kann. Aus dem ärztlichen Zeugnis muss die Dauer des krankheits- oder unfallbedingten Unterbruchs hervorgehen.

Invalidität
Abgrenzung zwischen dem Anspruch auf eine Kinderzulage und dem Anspruch auf eine Ausbildungszulage. Für Kinder zwischen dem vollendeten 16. und 25. Altersjahr, die erwerbsunfähig sind, aber eine Ausbildung im Sinne der AHV absolvieren, besteht Anspruch auf eine Ausbildungszulage.
Nach Art. 49ter Abs. 2 AHVV ist ein Kind nicht (mehr) in Ausbildung, wenn es eine Rente der IV bezieht, und es besteht deshalb auch kein Anspruch auf Ausbildungszulagen (mehr). So ist es möglich, dass für ein erwerbsunfähiges Kind bis zum vollendeten 18. Alterjahr Anspruch auf eine Ausbildungszulage besteht, das Kind dann eine IV-Rente bekommt, und bis zum vollendeten 20. Altersjahr wieder Anspruch auf eine Kinderzulage (ohne Einkommensgrenze) besteht.

Kategorie: Erkrankt / Invalid

Familie / Kinder

Antwort auf/zuklappen Mein Kind hat eine Behinderung / Welche Unterstützung erhalte ich von der IV?

Die IV unterstützt Minderjährige und Jugendliche bis zum 20. Altersjahr wie folgt:

  • Sie übernimmt die Kosten für medizinische Eingriffe zur Behandlung gewisser angeborener Leiden.
  • Sie kommt auf für chirurgische Eingriffe sowie Physio- und Psychotherapie, die massgeblich zur Erhöhung der Erwerbsfähigkeit beitragen.
  • Sie gewährt Berufsberatung für den Einstieg ins Erwerbsleben und übernimmt behinderungsbedingte Mehrkosten, die bei der erstmaligen beruflichen Ausbildung entstehen.
  • Unter gewissen Voraussetzungen gewährt sie Hilflosenentschädigung.
  • Benötigt ein Kind im Vergleich zu gleichaltrigen Kindern ohne gesundheitliche Einschränkung im Tagesdurchschnitt eine zusätzliche Betreuung von mindestens vier Stunden, kommt ein Intensivpflegezuschlag in Frage.
  • Sie gibt Hilfsmittel ab, die für die Ausbildung benötigt werden oder helfen, den Alltag möglichst unabhängig zu bewältigen.
Antwort auf/zuklappen Wird die AHV-Rente automatisch ausgerichtet?

Nein. Eine Anmeldung ist zwingend bei der Ausgleichskasse einzureichen. Wir empfehlen die Anmeldung 3 bis 4 Monate vor dem Anspruch zu senden oder Ihrer Gemeindezweigstelle SVA abzugeben.

Kategorie: Familie / Kinder
Antwort auf/zuklappen Was für Leistungen stehen mir nach Geburt meines Kindes zu?

Mit der Geburt eines Kindes können Ansprüche auf Familienzulagen und Mutterschaftsentschädigung entstehen.
Sind Sie Bezüger einer Rente der AHV/IV? Melden Sie die Geburt mittels Kopie des Geburtsscheins Ihrer rentenzahlenden Ausgleichskasse, damit der Anspruch auf Kinderrente geprüft werden kann.

Kategorie: Familie / Kinder
Antwort auf/zuklappen Unser Kind ist Ende dieses Monats geboren. Ab wann besteht der Anspruch auf die Kinderzulage?

Für den Monat der Geburt. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Kind am Monatsanfang oder -ende geboren ist.

Kategorie: Familie / Kinder
Antwort auf/zuklappen Ich bin im Mutterschaftsurlaub und werde danach wieder arbeiten. Erhalte ich während dem Bezug der Mutterschaftsentschädigung die Familienzulage?

Ja, der Anspruch besteht auch während dem Bezug der Mutterschaftsentschädigung.

Wenn das Arbeitsverhältnis auf den Zeitpunkt der Geburt aufgelöst wurde, werden die Zulagen noch für 14 Wochen ausgerichtet, soweit während dieser Zeit Anspruch auf die Mutterschaftsentschädigung der EO besteht.
Wurde das Arbeitsverhältnis infolge Kündigung durch die Arbeitnehmerin selber oder weil es befristet war vor der Geburt aufgelöst, so hat die Frau keinen Anspruch auf Familienzulagen.

Kategorie: Familie / Kinder
Antwort auf/zuklappen Erhalte ich als nichterwerbstätige Mutter Familienzulagen?

Unter bestimmten Voraussetzungen können auch Nichterwerbstätige Familienzulagen beziehen. Wenn der Vater der Kinder erwerbstätig ist, muss jedoch er die Familienzulagen über den Arbeitgeber beantragen.

Kategorie: Familie / Kinder
Antwort auf/zuklappen Prämienverbilligung 2016: Haben veränderte familiäre Verhältnisse Einfluss auf die Krankenkassenprämienverbilligung?

Verändert sich die Zahl der bezugsberechtigten Personen (z.B. Geburt eines Kindes, Scheidung), kann innert 12 Monaten nach dem Eintritt der Veränderung ein Antrag auf Nachvergütung oder ein Neuantrag gestellt werden.

Antwort auf/zuklappen Welche Mütter haben Anspruch auf Mutterschaftsentschädigung?

Anspruch haben Frauen, die im Zeitpunkt der Geburt Arbeitnehmerinnen oder Selbständigerwerbende sind, oder ein Taggeld beziehen das auf Grund eines Lohnes berechnet wurde. Siehe Merkblatt 6.02 (PDF, 649 KB) Pkt. 1.

Antwort auf/zuklappen Ich leiste nächstens Militär, Zivilschutz usw. Was muss ich tun?

Ich erhalte nach der Dienstleistung vom Fourier / Rechnungsführer eine EO-Anmeldung. Die EO-Anmeldung ergänze ich mit meinen Angaben unter dem Abschnitt B und leite sie weiter gemäss Merkblatt 6.01 (PDF, 307 KB) Pkt. 14.

Antwort auf/zuklappen Wie hoch ist meine Altersrente?

Auf schriftliche Anfrage hin (nicht telefonisch!) können wir Ihnen kostenlos eine unverbindliche Vorausberechnung erstellen.

Bei  vollständiger Beitragsdauer beträgt die monatliche maximale Einzelrente ab 
1. Januar 2015 CHF 2350.— und die minimale Einzelrente CHF 1175.—.

Hausangestellte

Antwort auf/zuklappen Ich arbeite bei verschiedenen Arbeitgebern als Hausangestellte. Habe ich Anspruch auf Familienzulagen und bei wem muss ich diese beantragen?

Ist eine Person bei mehreren Arbeitgebern beschäftigt, so ist die Familienausgleichskasse des Arbeitgebers zuständig, der den höchsten Lohn ausrichtet.

Bei einer Beschäftigung bei mehreren Arbeitgebern werden die Löhne zusammengezählt, um zu bestimmen, ob das Mindesterwerbseinkommen erreicht ist. Bei unregelmässiger Beschäftigung auf Abruf und im Stundenlohn wird auf die Zeit abgestellt, in welcher der Arbeitnehmende für Arbeitseinsätze zur Verfügung steht. Ist das über das ganze Jahr der Fall, so wird das Einkommen aufs Jahr umgerechnet. Wird so das Jahreseinkommen nicht erreicht, besteht kein Anspruch für das ganze Jahr. Allenfalls besteht Anspruch in einzelnen Monaten, in denen das Einkommen erreicht wird.

Kategorie: Hausangestellte

Heirat / Partnerschaft / Scheidung / Konkubinat

Antwort auf/zuklappen Muss ich Heirat/Partnerschaft/Scheidung der Ausgleichskasse melden?

Jede Zivilstandsänderung ist bei Leistungsbezug umgehend der Ausgleichskasse zu melden. Zivilstandsänderungen können einen Einfluss auf die Höhe Ihrer Leistungen haben.

  • Nach rechtskräftiger Scheidung ist eine Einkommensteilung vorzunehmen.
  • Nach rechtskräftiger Scheidung ist eine Neuberechnung der Rente zu prüfen.
  • Bei Heirat müssten die Renten beider Bezüger auf das Maximum für Ehepaare plafoniert (gekürzt) werden.
  • Bei Scheidung müssten die Renten beider Bezüger entplafoniert werden.
  • Bei rechtskräftiger Trennung müssten die Renten beider Bezüger entplafoniert werden.
  • Wechsel der Auszahladresse für Leistungen auf zivilrichterliche Anordnung.
  • Neuberechnung der Ergänzungsleistungen.
Antwort auf/zuklappen AHV-Splitting nach Scheidung. Was ist das und was soll ich tun?

Die Einkommen während der Ehe von Mann und Frau werden gegenseitig geteilt und dem Partner zugesplittet mit Verbuchung auf dem Individuellen Konto (AHV-Konto). Sobald das rechtskräftige Scheidungsurteil vorliegt, kann bei der Ausgleichskasse das Splitting beantragt werden. Der Auftrag zum Splitting erfolgt freiwillig, muss jedoch spätestens zur Berechnung einer Rente vorgenommen werden.

Antwort auf/zuklappen Ich werde nächsten Monat heiraten, wer bekommt nun die Familienzulagen?

Die Heirat ist der zuständigen Familienausgleichskasse telefonisch oder schriftlich zu melden. Unter Umständen wechselt die anspruchsberechtigte Person. Dies ist situationsabhängig abzuklären.

Antwort auf/zuklappen Ich lebe in eingetragener Partnerschaft mit meiner Lebenspartnerin und deren Kinder. Sie ist Selbstständigerwerbende im Kanton Aargau und hat keinen Anspruch auf Familienzulagen. Kann ich die Familienzulagen über meinen Arbeitgeber beantragen?

Ja. Das Bundesgesetz vom 18. Juni 2004 über die eingetragene Partnerschaft gleichgeschlechtlicher Paare (Partnerschaftsgesetz, PartG) enthält in Art. 27 Abs. 1 die Pflicht, dem Partner oder der Partnerin in der Erfüllung der Unterhaltspflicht und in der Ausübung der elterlichen Sorge in angemessener Weise beizustehen. Deshalb gilt das Kind des Partners oder der Partnerin ebenso wie das Kind des Ehegatten als Stiefkind. Es kann daher ein Anspruch auf Familienzulagen bestehen, wenn das Kind die meiste Zeit mit dem eingetragenen Partner eines Elternteils unter einem Dach lebt (oder bis zu seiner Volljährigkeit gelebt hat).
Dies gilt für eingetragene Partner gemäss PartG, nicht jedoch für Partnerschaften nach einem kantonalen Gesetz.

 

Antwort auf/zuklappen Ich lebe mit meinem Partner im Konkubinat. Er ist nicht der Vater meines Kindes. Ich arbeite nicht. Kann mein Konkubinatspartner die Familienzulagen beantragen?

Nein. Für Kinder des Konkubinatspartners besteht kein Anspruch auf Familienzulagen.

Antwort auf/zuklappen Ich bin frisch geschieden. Die Kinder leben bei mir und meinem neuen Partner. Wer kann nun die Familienzulagen beziehen?

Wenn Sie erwerbstätig sind und das Mindestjahreseinkommen von CHF 7050.— erreichen, sind Sie die erstanspruchsberechtigte Person. Sofern Sie nicht erwerbstätig sind, bleibt der Vater der Kinder die erstanspruchsberechtigte Person.

Antwort auf/zuklappen Ich bin geschieden, die Kinder leben bei meiner Ex-Frau. Nun hat meine Ex-Frau wieder angefangen zu arbeiten. Ist es richtig, dass ich nun keine Familienzulagen mehr erhalte, obwohl ich Unterhalt für meine Kinder bezahlen muss?

Ja. Mit der Erwerbstätigkeit der Ex-Frau hat sie den Erstanspruch auf die Familienzulagen, da die Kinder in ihrer Obhut sind.

Antwort auf/zuklappen Prämienverbilligung 2016: Haben veränderte familiäre Verhältnisse Einfluss auf die Krankenkassenprämienverbilligung?

Verändert sich die Zahl der bezugsberechtigten Personen (z.B. Geburt eines Kindes, Scheidung), kann innert 12 Monaten nach dem Eintritt der Veränderung ein Antrag auf Nachvergütung oder ein Neuantrag gestellt werden.

Antwort auf/zuklappen Prämienverbilligung 2017: Welchen Einfluss hat das Konkubinat auf einen Anspruch?

Am 1. Juli 2016 tritt das neue Gesetz zum Bundesgesetz über die Krankenversicherung (KVGG) in Kraft. Bei der Prüfung, ob jemand Anspruch auf Prämienverbilligung hat, werden neu Paare mit eingetragener Partnerschaft und im Konkubinat lebende Paare gleich wie Ehepaare behandelt. Aufgrund dieser Gesetzeslage geht die SVA bei einem Haushalt mit mehreren Personen von einem Konkubinat aus und fragt nach, ob diese Annahme stimmt. Trifft dies nicht zu, können Betroffene dies im Antragsformular entsprechend ankreuzen.

Es geht u.a. darum zu verhindern, dass bei zwei Konkubinatspartnern mit unterschiedlichem Einkommen derjenige mit einem tiefen Einkommen Prämienverbilligung bezieht, obwohl der oder die Partner/-in ein hohes Einkommen hat.

Antwort auf/zuklappen Prämienverbilligung 2017: In welchem Fall muss die SVA abklären, ob ein Konkubinat vorliegt?

Beispiel 1: Eine erwachsene Person und eine Person in Ausbildung leben im gleichen Haushalt.

Die SVA prüft zunächst, ob es sich um eine Geschwister- oder um eine Eltern-/Kindbeziehung handelt oder nicht. Das tiefe steuerbare Einkommen des jungen Erwachsenen deutet zusätzlich auf die Unterstützung durch die andere Person hin. Die Einkommen werden bei der Berücksichtigung der Prämienverbilligung zusammengerechnet.

Beispiel 2: Zwei Arbeitskollegen teilen sich eine Wohnung.

Die SVA prüft zunächst, ob es sich um eine Geschwister- oder um eine Eltern-/Kindbeziehung handelt oder nicht. Beide Personen werden bei der Antragstellung verneinen, dass sie im Konkubinat leben. Beide Bewohner haben individuell – je nach finanzieller Situation – Anspruch auf Prämienverbilligung.

Beispiel 3: Zwei Studenten leben in einer WG, einer hat ein Kind.

Die SVA prüft zunächst, ob es sich um eine Geschwister- oder um eine Eltern-/Kindbeziehung handelt oder nicht. Beide Studenten arbeiten nebenbei. Der eine Kollege hat ein Kind, lebt aber getrennt von seiner Ehefrau. Beide haben je nach Einkommenssituation Anspruch auf Prämienverbilligung.

Beispiel 4: Mutter und Sohn, 35 Jahre alt, wohnen in derselben Wohnung.

Da es sich hier nicht um ein Konkubinat handelt, sind zwei separate Anmeldungen nötig.

Studium Allgemein

Antwort auf/zuklappen Muss ich während meinem Studium AHV/IV/EO-Beiträge entrichten?

Ja. Nichterwerbstätige Studierende mit zivilrechtlichem Wohnsitz in der Schweiz müssen ab 1. Januar nach Vollendung des 20. Altersjahres Beiträge an die AHV, IV und EO bezahlen.

Kategorie: Studium Allgemein
Antwort auf/zuklappen Kann ich die AHV-Beiträge auch erst nach dem Studium bezahlen?

Nein. Die AHV/IV/EO-Beiträge sind bereits während dem Studium geschuldet.

Kategorie: Studium Allgemein
Antwort auf/zuklappen Welche Ausgleichskasse ist für meine Beitragspflicht zuständig?

Studierende sind am Studienort beitragspflichtig. Zuständig ist also die kantonale Ausgleichskasse des Kantons, in welchem sich der Studienort befindet.

Kategorie: Studium Allgemein
Antwort auf/zuklappen Welche Ausgleichskasse ist für Auslandstudierende zuständig?

Für Studierende, welche ihr Studium im Ausland absolvieren, ist die kantonale Ausgleichskasse des letzten Schweizer Wohnsitzes zuständig.

Kategorie: Studium Allgemein
Antwort auf/zuklappen Ich bin Studentin an der Uni Bern, ledige Mutter und im Kanton Aargau wohnhaft. Der Vater des Kindes ist irgendwo im Ausland, es besteht kein Kontakt. Wie erhalte ich die Familienzulagen?

Mit dem

Anmeldung_zum_Bezug_von_Familienzulagen_Nichterwerbstätige.pdf.pdf: Aus unbekannten Gründen kann diese Datei nicht geöffnet werden.

zum Bezug von Familienzulagen für Nichterwerbstätige. Die Anmeldung ist der kantonalen Ausgleichskasse im Wohnkanton einzureichen.

Kategorie: Studium Allgemein
Antwort auf/zuklappen Wie hoch sind die Beiträge der Studierenden an die AHV/IV/EO?

Schweizerische und ausländische Studierende mit zivilrechtlichem Wohnsitz in der Schweiz müssen ab 1. Januar nach Vollendung des 20. Altersjahrs Beiträge an die AHV, IV und EO in der Höhe von CHF 478.- jährlich (Mindestbeitrag) zahlen.

Ab 1. Januar nach Vollendung des 25. Altersjahres entrichten Studierende Beiträge aufgrund ihrer wirtschaftlichen Verhältnisse (Onlinerechner Beiträge).

Antwort auf/zuklappen Ich studiere im Ausland. Bin ich weiterhin versichert und beitragspflichtig in der AHV?

Ja. Nichterwerbstätige Studierende mit zivilrechtlichem Wohnsitz in der Schweiz müssen ab 1. Januar nach Vollendung des 20. Altersjahres Beiträge an die AHV, IV und EO bezahlen.

Studium FHNW

Antwort auf/zuklappen Muss ich mein Reinvermögen und mein Renteneinkommen zwingend angeben?

Nur, falls Sie das 25. Altersjahr vollendet haben. Ab dem 1. Januar nach Vollendung des 25. Altersjahres haben nichterwerbstätige Studierende die Beiträge aufgrund ihrer wirtschaftlichen Verhältnisse zu leisten. Fehlende Angaben können Nachforderungen und hohe Verzugszinsen zur Folge haben.

Kategorie: Studium FHNW
Antwort auf/zuklappen Muss der Fragebogen in jedem Fall ausgefüllt werden?

Ja. Sollten Sie erwerbstätig sein, bitten wir Sie, Ihre Lohnausweise dem Fragebogen beizulegen. Falls Sie verheiratet sind, benötigen wir zudem die Lohnausweise Ihres Ehepartners.

Kategorie: Studium FHNW
Antwort auf/zuklappen Wieso erhalte ich einen Fragebogen von der SVA Aargau, obwohl sich mein Studienort in Basel befindet?

Studierende sind am Studienort beitragspflichtig. Da sich der Hauptsitz der FHNW in Brugg (AG) befindet, liegt die Zuständigkeit für die Studierenden aller FHNW-Fachhochschulen bei der SVA Aargau.

Kategorie: Studium FHNW
Antwort auf/zuklappen Wieso erhalte ich diesen Fragebogen für Vollzeitstudierende, obwohl ich ein berufsbegleitendes Studium absolviere?

Die SVA Aargau überprüft grundsätzlich nur die AHV/IV/EO-Beitragspflicht von Vollzeitstudierenden. Studierende sind jedoch mit dem Wechsel auf das Bologna-System nicht mehr verpflichtet, die Ausbildungsform (Voll-/Teilzeit) anzugeben. Die Studierenden können diese in jedem Semester ihren individuellen Bedürfnissen anpassen.
Daher ist es der SVA Aargau nicht mehr möglich, Vollzeitstudierende von Teilzeitstudierenden zu unterscheiden.

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Antwort auf/zuklappen Muss ich mich für die AHV/IV/EO-Beitragspflicht selber anmelden?

Alle FHNW-Studierenden ab dem dritten Semester erhalten von uns jeweils im Frühjahr eine Anmeldung zur Erfüllung der AHV/IV/EO-Beitragspflicht. Studierende im Master-Studiengang erhalten die Anmeldung bereits nach dem ersten Semester.

Waren Sie vor Beginn Ihres Studiums bereits beitragspflichtig und sind Sie keiner Erwerbstätigkeit nachgegangen, müssen Sie sich selber anmelden (Anmeldeformular (PDF, 190 KB)).

Kategorie: Studium FHNW

Verwitwet / Verwaist

Antwort auf/zuklappen Was für Ansprüche habe ich gegenüber der AHV?

Beim Tod von Ehemann, Ehefrau oder Partner entsteht möglicherweise ein Anspruch auf Hinterlassenenrente. Die Hinterbliebenen reichen die Anmeldung bei der Ausgleichskasse oder der Gemeindezweigstelle SVA ein.

Antwort auf/zuklappen Wie lange besteht im Todesfall Anspruch auf Familienzulagen?

Nach dem Tod der Bezügerin oder des Bezügers der Zulagen besteht der Anspruch noch während des laufenden und der drei folgenden Monate, sofern niemand anders für die betreffenden Kinder Zulagen bezieht.

Antwort auf/zuklappen Mein minderjähriges Kind erhält eine Waisenrente (Tod des Vaters). Habe ich weiterhin Anspruch auf die Familienzulagen?

Ja. Eine Kumulation von Familienzulagen und Kinder-/Waisenrenten der AHV ist möglich. Dies gilt sowohl hinsichtlich des Anspruchs des Rentners selber, welcher nach der Erreichung des AHV-Alters weiterarbeitet, wie auch hinsichtlich des Anspruchs des anderen Elternteils, welcher noch erwerbstätig ist.

Antwort auf/zuklappen Kann ich als Vormund die Familienzulagen für das Waisenkind beziehen?

Nein.
Waisen, die in einem Heim oder bei einer Pflegefamilie mit entsprechender Entschädigung untergebracht sind, dürfen Pflegekindern nicht gleichgesetzt werden. Ihr Vormund hat keinen Anspruch auf Familienzulagen.

Vorzeitige Pensionierung

Antwort auf/zuklappen Wann wird die AHV-Rente ausbezahlt?

Die laufenden Renten und Hilflosenentschädigungen der AHV und IV werden für den ganzen Kalendermonat im Voraus ausbezahlt. Die Ausgleichskasse ist gesetzlich verpflichtet, den Zahlungsauftrag bis zum 20. Tag des Monats zu erteilen. Die Zahlungen der SVA Aargau werden jeweils am 4. Arbeitstag des Monats ausgelöst.

Antwort auf/zuklappen Ich will mich vorzeitig pensionieren lassen, was ist zu tun?

Die Altersrente kann nur 1 oder 2 ganze Jahre vor Erreichen des ordentlichen Alters beantragt werden. Für Männer liegt das ordentliche Rentenalter bei 65 Jahren und für Frauen bei 64 Jahren. Der Vorbezug der Altersrente ist mit der Anmeldung für die Altersrente geltend zu machen. In der Anmeldung ist die entsprechende Frage nach dem Vorbezug zu bejahen. Beachten Sie die Fristen zur Anmeldung für den Vorbezug.

Antwort auf/zuklappen Muss ich noch Beiträge bezahlen, wenn ich vorzeitig d.h. vor dem 64. bzw. 65. Altersjahr pensioniert werde?

Alle Personen sind bis zum Erreichen des AHV-Rentenalters (Frauen 64 / Männer 65) beitragspflichtig. Vorzeitig Pensionierte entrichten ihre Beiträge als Nichterwerbstätige aufgrund ihres Vermögens und Renteneinkommens. Bei Verheirateten müssen beide Ehegatten die Beitragspflicht erfüllen. Sofern einer der Ehegatten als Erwerbstätiger Beiträge von mindestens CHF 956.— im Jahr bezahlt, ist der andere Ehegatte von der Beitragspflicht befreit. Ist die erwerbstätige Ehefrau oder der erwerbstätige Ehemann bereits im AHV-Rentenalter, gilt unter Umständen eine andere Regelung.

Antwort auf/zuklappen Muss ich noch Beiträge bezahlen, wenn ich die AHV-Rente vorbeziehe?

Die Beitragspflicht besteht auch bei Vorbezug der AHV-Rente. Diese Beiträge haben aber keinen Einfluss mehr auf die Rente. Der Freibetrag für Altersrentner kann erst vom Kalendermonat an vorgenommen werden, welcher der Vollendung des 64. bzw. des 65. Altersjahres folgt.

Antwort auf/zuklappen Wie hoch ist meine Altersrente?

Auf schriftliche Anfrage hin (nicht telefonisch!) können wir Ihnen kostenlos eine unverbindliche Vorausberechnung erstellen.

Bei  vollständiger Beitragsdauer beträgt die monatliche maximale Einzelrente ab 
1. Januar 2015 CHF 2350.— und die minimale Einzelrente CHF 1175.—.

Mein Berufsstand

Arbeitgebende

Antwort auf/zuklappen Welche Unterstützung erhalten Sie bei einem gesundheitlichen Rückfall?

Wenn auf die erfolgreiche (Teil-)Eingliederung ein gesundheitlicher Rückfall des Arbeitnehmers folgt, so lässt Sie die IV-Stelle nicht alleine. Das Gesetz sieht eine Schutzfrist von drei Jahren nach der Aufhebung der Rente vor. So wird sichergestellt, dass Sie kein finanzielles Risiko tragen, wenn Ihre neue Arbeitskraft erneut wegen Gesundheitsproblemen aufällt. Ebenso steht die IV-Stelle sowohl dem ehemaligen Rentner als auch Ihnen beratend zur Seite.

Die IV übernimmt während der Schutzfrist die Rolle der Taggeldversicherung. Wenn der Arbeitnehmer einen gesundheitlichen Rückschlag oder einen neuen Unfall erleidet und länger als 30 Tage arbeitsunfähig ist, erhält er eine Übergangsleistung in der Höhe seiner ursprünglichen Rente. Sie müssen somit den Krankheitsfall Ihrer Taggeldversicherung nicht melden, und es drohen Ihnen keine höheren Prämien. Auch wenn Sie keine Taggeldversicherung abgeschlossen haben, werden Sie doch stark von der Lohnzahlung entlastet.

Während drei Jahren bleibt der Arbeitnehmer bei seiner letzten Pensionskasse versichert. Sollte er wieder erwerbsunfähig werden, so muss Ihre Pensionskasse keine Invaliditätsleistungen bezahlen, und Sie müssen auch keine Prämienerhöhung in der beruflichen Vorsorge befürchten.


Weitere Informationen finden Sie auch in unserem Merkblatt:
Merkblatt 4.09 – Berufliche Eingliederungsmassnahmen der IV

Antwort auf/zuklappen Wie machen wir weiter, wenn sich der Arbeitnehmer bewährt?

Im Arbeitsversuch können Sie als Arbeitgeber einen möglichen künftigen Arbeitnehmer ausführlich auf seine Fähigkeiten und Eigenschaften testen. Wie geht es weiter, wenn er sich bewährt und sich erfolgreich ins Team integriert?

Wenn Sie in Ihrem Betrieb selbst die Möglichkeit für die Weiterbeschäftigung haben, entsteht mit dem Anstellungsvertrag ein Arbeitsverhältnis. Damit ist die Eingliederung aber nicht unbedingt abgeschlossen. Bei Bedarf erhalten Sie weiterhin Beratung und Begleitung durch die IV-Stelle. Braucht Ihr neuer Arbeitnehmer beispielsweise noch besondere Betreuung am Arbeitsplatz, werden Sie bis zu sechs Monate lang mit einem Einarbeitungszuschuss unterstützt.

Mit dem neuen Arbeitsverhältnis revidiert die IV-Stelle die Rente des Arbeitnehmers. Ist er voll einsatzfähig, wird die IV-Rente ganz aufgehoben. Ist er nur für eine Teilzeitbeschäftigung einsatzfähig, wird die IV-Rente entsprechend angepasst.

In den kommenden drei Jahren profitieren Sie als Arbeitgeber und Ihr neuer Mitarbeiter zudem von einer Schutzfrist von drei Jahren.


Weitere Informationen finden Sie auch in unseren Merkblättern:
Merkblatt 4.04 – Invalidenrente der IV
Merkblatt 4.09 – Berufliche Eingliederungsmassnahmen der IV

Antwort auf/zuklappen Was können Sie als Arbeitgeber für die berufliche Wiedereingliederung tun?

Mit Ihnen als Arbeitgeber zusammen kann die IV-Stelle verhindern, dass jemand aus dem Erwerbsleben ausscheidet. Gemeinsam ist es jedoch auch möglich, jemanden, der bereits eine IV-Rente erhält, wieder ins Arbeitsleben zurück zu bringen.

Um dieses Ziel zu erreichen, hat die IV-Stelle im Gesetz neue Möglichkeiten für sogenannte Wiedereingliederungsmassnahmen erhalten und kann den Arbeitgebern entsprechende Angebote machen.

Die IV-Stelle vermittelt Arbeitgebern Personen mit einem geeigneten Profil für einen Arbeitsversuch von bis zu sechs Monaten Dauer. Der Arbeitgeber geht dabei kein Arbeitsverhältnis ein und bezahlt keinen Lohn. Er bietet der versicherten Person die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten im freien Arbeitsmarkt unter Beweis zu stellen. Dafür kann er ohne Risiko und mit minimalem Rekrutierungsaufwand einen möglichen künftigen Angestellten ausführlich testen und kennen lernen. Die versicherte Person erhält während des Arbeitsversuchs weiterhin ihre IV-Rente.

In bestimmten Fällen muss die versicherte Person zunächst mit sogenannten Integrationsmassnahmen (Aufbau- und Belastbarkeitstraining) auf die erfolgreiche Durchführung von Eingliederungsmassnahmen vorbereitet werden. Während der Integrationsmassnahmen werden Sie als Arbeitgeber mit bis zu 100 Franken pro Tag entschädigt.


Weitere Informationen finden Sie auch in unseren Merkblättern:
Merkblatt 4.09 – Berufliche Eingliederungsmassnahmen der IV

Antwort auf/zuklappen Was können Sie als Arbeitgeber tun, wenn ein Mitarbeiter häufig fehlt oder gesundheitliche Probleme hat?

Wenn ein Mitarbeiter länger als 30 Tage arbeitsunfähig oder regelmässig für kurze Zeit krank ist, können Sie bei der IV-Stelle Ihres Kantons Unterstützung anfordern. Sie machen eine sogenannte Meldung zur Früherfassung. In einem Gespräch wird abgeklärt, ob eine IV-Anmeldung nötig ist.

Sie haben als Arbeitgeber die Möglichkeit und das Recht, Ihren Mitarbeiter zur Früherfassung zu melden. Ebenfalls meldungsberechtigt sind der Mitarbeiter selber oder seine gesetzlichen Vertreter, Familien-mitglieder, die mit ihm im gleichen Haushalt leben, sowie behandelnde Ärzte, die Krankentaggeld-versicherung, die Unfallversicherung, die Pensionskasse und andere Versicherungen oder Organe.

Eine Fachperson der IV-Stelle trifft sich mit dem Mitarbeiter und klärt seine Situation ab. Falls das gesundheitliche Problem zu einer Invalidität führen kann, empfiehlt er ihm die IV-Anmeldung. Sie werden als Arbeitgeber je nach Situation in die Abklärungen miteinbezogen.

Mit der IV-Anmeldung können rasch und unkompliziert Massnahmen der Frühintervention eingeleitet werden. Ziel ist es, gemeinsam mit Ihnen den Mitarbeiter so zu unterstützen, dass er wenn möglich wieder an seinen Arbeitsplatz zurückkehren oder neue Aufgaben überneh-men kann.

Sollte die IV-Stelle im konkreten Fall nicht die richtige Ansprechpartnerin sein, so hat sich die Meldung trotzdem gelohnt. Die IV-Berater können den Kontakt zur richtigen Stelle vermitteln.


Weitere Informationen finden Sie auch in unseren Merkblättern:
Merkblatt 4.12 – Früherfassung und Frühintervention

Antwort auf/zuklappen Müssen auch für Altersrentnerinnen und Altersrentner, welche als Hausangestellte arbeiten, Sozialversicherungsbeiträge entrichtet werden?

Für AHV-Rentenberechtigte gilt ein Freibetrag von CHF 1400.— pro Monat bzw. CHF 16'800.— pro Jahr. Sie müssen deshalb nur auf dem Teil des Einkommens, welcher diesen Freibetrag übersteigt, AHV/IV/EO-Beiträge entrichten. Beiträge an die Arbeitslosenversicherung sind nicht mehr geschuldet. Keinen Freibetrag gibt es jedoch für frühpensionierte Rentnerinnen und Rentner.

Kategorie: Arbeitgebende
Antwort auf/zuklappen Meine Hausangestellte ist über ihre Krankenkasse gegen Unfall versichert. Warum muss ich sie trotzdem gegen Unfall versichern?

Sobald ein Arbeitsverhältnis besteht, ist der Arbeitgeber verpflichtet, eine obligatorische Unfallversicherung abzuschliessen. Wenn Ihre Hausangestellte bei Ihnen weniger als acht Stunden in der Woche arbeitet, beschränkt sich die Versicherung auf Berufsunfälle und Berufskrankheiten. Ab acht Wochenstunden müssen Sie ihre Hausangestellte auch gegen Nichtberufsunfälle versichern. Weitere Informationen finden Sie im Merkblatt Obligatorische Unfallversicherung (PDF, 608 KB).

Kategorie: Arbeitgebende
Antwort auf/zuklappen Müssen wir austretende Mitarbeitende der Ausgleichskasse melden?

Eine Meldung ist nur notwendig, wenn die Mitarbeitenden Familienzulagen beziehen. Wenn die Lohnsumme Ihres Betriebs wesentlich sinkt, passen wir auf schriftlichen Wunsch die Basis für die Akontozahlungen an. Auf der Jahresabrechnung für die Ausgleichskasse sind alle Mitarbeitenden aufzuführen, die Sie im betreffenden Kalenderjahr beschäftigt haben. Dort geben Sie bitte an, bis zu welchem Monat die ausgetretenen Mitarbeitenden beschäftigt waren.

Kategorie: Arbeitgebende
Antwort auf/zuklappen Werden bei einer Verlegung des Firmensitzes in einen anderen Kanton die Familienzulagen an die Arbeitnehmer automatisch der neuen Ausgleichskasse gemeldet?

Nein. Sie müssen diese wieder neu anmelden, damit sie entsprechend geprüft werden können.

Kategorie: Arbeitgebende
Antwort auf/zuklappen Der neue Mitarbeiter hat Kinder und möchte Familienzulagen erhalten. Was müssen wir tun?

Wir benötigen eine vollständig ausgefüllte Anmeldung mit den im Formular aufgeführten Beilagen (Geburtsschein, Ausbildungsbestätigung, Wohnsitzbestätigung usw.).

Kategorie: Arbeitgebende
Antwort auf/zuklappen Ein Mitarbeiter ist Vater geworden. Wie kommt er zu Familienzulagen?

Schicken Sie uns das Anmeldeformular mit den erforderlichen Belegen. Eine neue  Anmeldung ist bei jeder Geburt eines Kindes notwendig, auch wenn der Mitarbeiter bereits heute Familienzulagen bezieht. Welcher Elternteil Anspruch auf Familienzulagen hat, ist genau geregelt.

Kategorie: Arbeitgebende
Antwort auf/zuklappen Wie lange haben austretende Mitarbeitende noch Anspruch auf Familienzulagen?

Der Anspruch auf Familienzulagen entsteht und erlischt mit dem Anspruch auf Lohn. Wenn das Arbeitsverhältnis vor dem Monatsende endet, werden die Zulagen verhältnismässig gekürzt.

Kategorie: Arbeitgebende
Antwort auf/zuklappen Ist der Austritt von Mitarbeitenden, die Familienzulagen beziehen, zu melden?

Ja unbedingt. Am einfachsten telefonisch.

Kategorie: Arbeitgebende
Antwort auf/zuklappen Eine Mitarbeiterin bezieht Ausbildungszulagen für ihren Sohn. Dieser bricht jetzt die Ausbildung ab. Was ist zu unternehmen?

Der Abbruch der Ausbildung ist uns zu melden, am einfachsten telefonisch. Unverzüglich zu melden ist jede Änderung der persönlichen, finanziellen und beruflichen Verhältnisse, die entscheidend sind für den Anspruch auf Familienzulagen.

Kategorie: Arbeitgebende
Antwort auf/zuklappen Ein Mitarbeiter lässt sich scheiden. Was muss ich beachten?

Wenn der Mitarbeiter Familienzulagen erhält, ist uns die neue Familiensituation zu melden, am einfachsten telefonisch. Es kann sein, dass die Zulagen statt dem Vater künftig der Mutter zustehen.

Kategorie: Arbeitgebende
Antwort auf/zuklappen Die Frau eines Mitarbeiters zieht mit den Kindern aus. Was bedeutet das für seine Familienzulagen?

Die veränderte Familiensituation ist uns zu melden, am einfachsten telefonisch. Wir klären dann ab, ob die Zulagen dem Vater oder der Mutter zustehen.

Kategorie: Arbeitgebende
Antwort auf/zuklappen Ich beschäftige einen Mitarbeiter 1-2 Tage in der Woche, der bereits eine AHV-Rente bezieht. Er hat noch ein Kind, das in Ausbildung ist. Kann er Familienzulagen beziehen?

Für eine Arbeitnehmerin oder einen Arbeitnehmer im AHV-Alter (Männer ab 65 und Frauen ab 64 Jahren) besteht Anspruch auf Familienzulagen, sofern der Bruttolohn den Betrag von CHF 1987— pro Monat übersteigt, also auf einem Einkommen von mindestens CHF 587.— pro Monat AHV-Beiträge entrichtet werden. Massgebend ist das nach AHV-Kriterien ermittelte Einkommen. Die Beitragspflicht für Familienzulagen ist an jene der AHV gekoppelt. Für Erwerbseinkommen von Rentnerinnen und Rentnern unter CHF 1400.— pro Monat werden infolge des Freibetrags auch keine FAK-Beiträge abgerechnet.

Kategorie: Arbeitgebende

Arbeitnehmende

Antwort auf/zuklappen IV-Rente und gesundheitliche Veränderungen / Wie ist der Anspruch?

Der Anspruch auf eine Rente besteht nicht auf Lebzeiten. Die IV-Stellen beurteilen die Renten regelmässig neu. Wenn sich der gesundheitliche Zustand und damit die Erwerbsfähigkeit des Rentenbezügers oder der Rentenbezügerin verbessert haben, wird die IV-Stelle die Rente überprüfen.
Am 1. Januar 2012 wurden im Rahmen der 6. IV-Revision zusätzliche Massnahmen eingeführt, um versicherte Personen bei der Erhöhung der Erwerbsfähigkeit und beim Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess zu unterstützen.
Melden Sie der IV-Stelle von sich aus eine allfällige Erhöhung Ihres Arbeitspensums. Wenn Sie dank der Verbesserung der gesundheitlichen Situation mehr arbeiten können, haben Sie gegenüber der IV-Stelle eine Meldepflicht.

Antwort auf/zuklappen Welche Beiträge darf mir der Arbeitgeber vom Lohn abziehen?

Sie als Arbeitnehmer und Ihr Arbeitgeber teilen sich je zur Hälfte die Sozialversicherungsbeiträge. Der Arbeitgeber zieht Ihren Anteil von Ihrem Bruttolohn ab: 5,125 % für AHV/IV/EO und 1,1 % bis CHF 148'200.—, bzw. 0,5% ab CHF 148'201.— für die Arbeitslosenversicherung. Er überweist das Geld zusammen mit seinem Anteil der AHV-Ausgleichskasse. Je nach Arbeitspensum und Lohnhöhe kommen dazu noch Abzüge für die obligatorische Unfallversicherung und für die berufliche Vorsorge.

Kategorie: Arbeitnehmende
Antwort auf/zuklappen Wie kann ich erfahren, ob mein Arbeitgeber für mich abgerechnet hat?

Um zu prüfen, ob die Beitragsdauer lückenlos ist oder ob der Arbeitgeber die abgezogenen Beiträge auch wirklich mit der Ausgleichskasse abgerechnet hat, kann ein Auszug aus dem individuellen Konto (IK) angefordert werden. Dieser Auszug kann bei den Ausgleichskassen, die für die versicherte Person ein Konto führen, verlangt werden.  Es ist auch möglich, bei einer einzigen Ausgleichskasse Auszüge aus sämtlichen Individuellen Konten zu verlangen. Kontenauszüge können schriftlich per Post oder auch per Internet bestellt werden.

Kategorie: Arbeitnehmende
Antwort auf/zuklappen Was passiert, wenn mein Arbeitgeber die Beiträge nicht bezahlt?

Sollte der Arbeitgeber den gesetzlichen Verpflichtungen nicht nachkommen und die Beiträge nicht bezahlen, ergibt sich für den Arbeitnehmer kein Nachteil. Denn die von einem Arbeitnehmer erzielten Erwerbseinkommen, von welchen der Arbeitgeber die gesetzlichen Beiträge abgezogen hat, werden in das individuelle Konto eingetragen, selbst wenn der Arbeitgeber die entsprechenden Beiträge der Ausgleichskasse nicht entrichtet hat. Dieser Tatbestand muss aber einwandfrei nachgewiesen werden. Dies geschieht mit den Lohnabrechnungen, auf welchen die Abzüge ersichtlich sein müssen. Wird der Nachweis nicht erbracht, dass der Arbeitgeber tatsächlich die Beiträge vom Lohn seiner Arbeitnehmer abgezogen hat, so dürfen die entsprechenden Einkommen nicht ins individuelle Konto eingetragen werden.

Kategorie: Arbeitnehmende
Antwort auf/zuklappen Mein Arbeitgeber zahlt mir die Familienzulagen nicht aus. Kann ich eine Direktauszahlung der Zulagen bei der Ausgleichskasse verlangen?

Nein. Wenn die Familienzulagen bewilligt wurden, der Arbeitgeber die Zulagen aber nicht mit dem Monatslohn auszahlt, muss der Rechtsweg beschritten werden. Der Arbeitgeber ist schriftlich zu mahnen. Wenn dies erfolglos ist, muss die Betreibung eingeleitet werden. Erst wenn die Betreibung erfolglos ist, kann mit dem Drittauszahlungsgesuch und den Unterlagen vom Betreibungsamt eine Direktauszahlung an den Bezüger erfolgen.

Kategorie: Arbeitnehmende
Antwort auf/zuklappen Mein Arbeitgeber musste den Konkurs anmelden. Ich habe den Lohn für den letzten sowie diesen Monat nicht erhalten. Was muss ich tun, um die Familienzulagen noch zu erhalten?

Beim Konkursamt müssen Sie die ausstehenden Löhne, Familienzulagen, Spesen etc. einfordern und es muss ein Antrag auf Insolvenzentschädigung an die zuständige öffentliche Arbeitslosenkasse (am Firmensitz) gestellt werden. Dies gilt auch, wenn der Konkurs nicht eröffnet wird (da infolge offensichtlicher Überschuldung kein Gläubiger bereit ist, die Kosten vorzuschiessen). Bei der Arbeitslosenkasse oder bei der Familienausgleichskasse erhalten Sie das Formular Einforderung Kinderzulagen aus Insolvenzentschädigung. Von der Arbeitslosenkasse sind die Angaben, von wann bis wann Sie Insolvenzentschädigung erhalten haben, auszufüllen und das Formular mit Stempel und Unterschrift zu versehen. Das Formular ist der zuständigen Ausgleichskasse einzureichen.

Kategorie: Arbeitnehmende
Antwort auf/zuklappen Ich bin von Polen und arbeite jedes Jahr bei einem Landwirt für ca. 3-4 Monate im Jahr. Meine Frau und die Kinder leben in Polen. Meine Frau arbeitet in Polen und wir erhalten dort auch die Kinderzulagen. Habe ich in der Schweiz auch Anspruch auf Zulagen

Der Erstanspruch liegt bei jener Person, die im Wohnland des Kindes erwerbstätig ist. Somit hat die Frau in unserem Beispiel den Erstanspruch. Sie erhalten jedoch eine Differenzzulage bis zur Höhe der Zulagen in der Schweiz. Damit Sie eine Anmeldung zum Bezug von Familienzulagen über den Arbeitgeber in der Schweiz einreichen können, benötigen Sie vom zuständigen Amt in Polen eine Bestätigung, ab wann und in welcher Höhe Kinderzulagen ausgerichtet werden. Diese Bestätigung ist zusammen mit dem Formular für Arbeitnehmende mit Kindern mit Wohnsitz EU-oder EFTA-Staat und der Anmeldung Fragebogen zur Festsetzung der Familienzulagen für landwirtschaftliche Arbeitnehmende der zuständigen Gemeindezweigstelle abzugeben.

Kategorie: Arbeitnehmende

Selbständigerwerbende

Antwort auf/zuklappen Welche Beiträge müssen Selbständigerwerbende bezahlen?

Der Beitragssatz beträgt für die AHV/IV/EO 9,65 %. Für Jahreseinkommen zwischen  CHF 9400.—und CHF 56'400.— gelten reduzierte Beitragssätze. Bei Jahreseinkommen unter CHF 9400.— ist der Mindestbeitrag von CHF 478.— jährlich geschuldet.

Antwort auf/zuklappen Wann kann ein selbständiges Nebeneinkommen vom Beitragsbezug ausgenommen werden?

Übersteigt das reine Einkommen aus selbständiger Nebenerwerbstätigkeit von hauptberuflich Unselbständigerwerbenden im Beitragsjahr nicht CHF 2300.—, so ist der Mindestbeitrag nur auf Verlangen der Versicherten zu erheben.

Antwort auf/zuklappen Genügt es, wenn ich in der Steuererklärung mein Einkommen als Selbständigerwerbender deklariere oder muss ich mich zusätzlich bei der AHV-Ausgleichskasse anmelden?

Sie müssen sich auch möglichst früh bei der AHV-Ausgleichskasse als Selbständigerwerbender anmelden. Wenn die Ausgleichskasse Sie erst später – nach Eintreffen der Steuermeldung – erfasst, drohen Verzugszinsen.

Antwort auf/zuklappen Muss ich meine Einzelfirma ins Handelsregister eintragen lassen?

Sobald der Jahresumsatz CHF 100'000.— übersteigt, ist der Eintrag zwingend. Bei einem tieferen Umsatz können Sie Ihr Unternehmen auch freiwillig eintragen lassen. Weitere Informationen erhalten Sie vom Handelsregisteramt in Aarau.

Antwort auf/zuklappen Ich gründe eine AG oder eine GmbH. Bin ich nun selbständigerwerbend?

Nein, gemäss AHV-Gesetz gelten Inhaber einer AG oder GmbH als Arbeitnehmer in der eigenen Firma.

Antwort auf/zuklappen Wie melde ich mich als Selbständigerwerbender an?

Wenn Ihr Geschäftssitz im Kanton Aargau ist und Sie nicht Mitglied eines Gründerverbands einer Ausgleichskasse sind, schicken Sie die Anmeldung (PDF, 252 KB) uns. Legen Sie bitte möglichst viele Unterlagen bei, die Ihre Selbständigkeit belegen: gestellte und erhaltene Rechnungen, Verträge mit Kunden, Mietvertrag der Geschäftsräumlichkeiten, Offerten, Werbematerial usw.
Bitte beachten Sie, dass eine Erfassung im Voraus nicht möglich ist. Melden Sie sich deshalb erst an, wenn Sie Ihre Tätigkeit aufgenommen haben und Ihre Selbständigkeit nachweisen können.

Antwort auf/zuklappen Was benötige ich für den Bezug meiner Pensionskassengelder?

Für den Entscheid über die Auszahlung der Freizügigkeitsleistungen BVG ist ausschliesslich die Pensionskasse zuständig. Bitte setzen Sie sich mit Ihrer Pensionskasse in Verbindung.

Antwort auf/zuklappen Kann ich meine Pensionskassengelder auch beziehen, wenn ich eine GmbH oder AG gründe?

Nein. Da Sie durch die Gründung einer juristischen Person nicht selbständigerwerbend werden, können Sie Ihre Pensionskassengelder nicht beziehen.

Antwort auf/zuklappen Wen anerkennt die AHV als selbständig erwerbend?

Wer bedeutende Investitionen für berufliche Zwecke tätigt, über eigene Geschäftsräume verfügt, Personal beschäftigt, eigene Aufträge beschafft sowie die Unkosten und das Inkassorisiko trägt, wird bei der AHV als selbständig erwerbend anerkannt.

 

Antwort auf/zuklappen Ich und meine Frau sind selbstständigerwerbend. Wer kann die Familienzulagen beantragen?

Selbstständigerwerbende haben im Kanton Aargau ab 1. Januar 2013 Anspruch auf Familienzulagen, sofern ihr jährliches Einkommen aus selbständiger Tätigkeit CHF 7050.— erreicht. Haben beide Elternteile die elterliche Sorge und lebt das Kind im gemeinsamen Haushalt, hat die Person mit dem höheren AHV-pflichtigen Einkommen Anspruch auf Familienzulagen für Selbständigerwerbende.

Für selbständige Landwirtinnen und Landwirte bestehen separate Bestimmungen über Familienzulagen. Die Familienzulagen für selbstständige Landwirte und Landwirtinnen werden mit dem Anmeldeformular (PDF, 250 KB) Familienzulagen an selbstständige Landwirte beantragt.
Landwirte im Nebenberuf müssen die Familienzulagen mit der

Fragebogen_F_zur_Festsetzung_der_Familienzulagen_für_nebenberufliche_Landwirte.pdf.pdf: Aus unbekannten Gründen kann diese Datei nicht geöffnet werden.

für nebenamtliche Landwirte beantragen.
Anmeldungen für Familienzulagen in der Landwirtschaft sind immer der zuständigen Gemeindezweigstelle SVA abzugeben.

Nichterwerbstätige / Privatpersonen

Antwort auf/zuklappen Welche Unterstützung erhalten Sie bei einem gesundheitlichen Rückfall?

Wenn auf die erfolgreiche (Teil-)Eingliederung ein gesundheitlicher Rückfall des Arbeitnehmers folgt, so lässt Sie die IV-Stelle nicht alleine. Das Gesetz sieht eine Schutzfrist von drei Jahren nach der Aufhebung der Rente vor. So wird sichergestellt, dass Sie kein finanzielles Risiko tragen, wenn Ihre neue Arbeitskraft erneut wegen Gesundheitsproblemen aufällt. Ebenso steht die IV-Stelle sowohl dem ehemaligen Rentner als auch Ihnen beratend zur Seite.

Die IV übernimmt während der Schutzfrist die Rolle der Taggeldversicherung. Wenn der Arbeitnehmer einen gesundheitlichen Rückschlag oder einen neuen Unfall erleidet und länger als 30 Tage arbeitsunfähig ist, erhält er eine Übergangsleistung in der Höhe seiner ursprünglichen Rente. Sie müssen somit den Krankheitsfall Ihrer Taggeldversicherung nicht melden, und es drohen Ihnen keine höheren Prämien. Auch wenn Sie keine Taggeldversicherung abgeschlossen haben, werden Sie doch stark von der Lohnzahlung entlastet.

Während drei Jahren bleibt der Arbeitnehmer bei seiner letzten Pensionskasse versichert. Sollte er wieder erwerbsunfähig werden, so muss Ihre Pensionskasse keine Invaliditätsleistungen bezahlen, und Sie müssen auch keine Prämienerhöhung in der beruflichen Vorsorge befürchten.


Weitere Informationen finden Sie auch in unserem Merkblatt:
Merkblatt 4.09 – Berufliche Eingliederungsmassnahmen der IV

Antwort auf/zuklappen Wie machen wir weiter, wenn sich der Arbeitnehmer bewährt?

Im Arbeitsversuch können Sie als Arbeitgeber einen möglichen künftigen Arbeitnehmer ausführlich auf seine Fähigkeiten und Eigenschaften testen. Wie geht es weiter, wenn er sich bewährt und sich erfolgreich ins Team integriert?

Wenn Sie in Ihrem Betrieb selbst die Möglichkeit für die Weiterbeschäftigung haben, entsteht mit dem Anstellungsvertrag ein Arbeitsverhältnis. Damit ist die Eingliederung aber nicht unbedingt abgeschlossen. Bei Bedarf erhalten Sie weiterhin Beratung und Begleitung durch die IV-Stelle. Braucht Ihr neuer Arbeitnehmer beispielsweise noch besondere Betreuung am Arbeitsplatz, werden Sie bis zu sechs Monate lang mit einem Einarbeitungszuschuss unterstützt.

Mit dem neuen Arbeitsverhältnis revidiert die IV-Stelle die Rente des Arbeitnehmers. Ist er voll einsatzfähig, wird die IV-Rente ganz aufgehoben. Ist er nur für eine Teilzeitbeschäftigung einsatzfähig, wird die IV-Rente entsprechend angepasst.

In den kommenden drei Jahren profitieren Sie als Arbeitgeber und Ihr neuer Mitarbeiter zudem von einer Schutzfrist von drei Jahren.


Weitere Informationen finden Sie auch in unseren Merkblättern:
Merkblatt 4.04 – Invalidenrente der IV
Merkblatt 4.09 – Berufliche Eingliederungsmassnahmen der IV

Antwort auf/zuklappen Was können Sie als Arbeitgeber für die berufliche Wiedereingliederung tun?

Mit Ihnen als Arbeitgeber zusammen kann die IV-Stelle verhindern, dass jemand aus dem Erwerbsleben ausscheidet. Gemeinsam ist es jedoch auch möglich, jemanden, der bereits eine IV-Rente erhält, wieder ins Arbeitsleben zurück zu bringen.

Um dieses Ziel zu erreichen, hat die IV-Stelle im Gesetz neue Möglichkeiten für sogenannte Wiedereingliederungsmassnahmen erhalten und kann den Arbeitgebern entsprechende Angebote machen.

Die IV-Stelle vermittelt Arbeitgebern Personen mit einem geeigneten Profil für einen Arbeitsversuch von bis zu sechs Monaten Dauer. Der Arbeitgeber geht dabei kein Arbeitsverhältnis ein und bezahlt keinen Lohn. Er bietet der versicherten Person die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten im freien Arbeitsmarkt unter Beweis zu stellen. Dafür kann er ohne Risiko und mit minimalem Rekrutierungsaufwand einen möglichen künftigen Angestellten ausführlich testen und kennen lernen. Die versicherte Person erhält während des Arbeitsversuchs weiterhin ihre IV-Rente.

In bestimmten Fällen muss die versicherte Person zunächst mit sogenannten Integrationsmassnahmen (Aufbau- und Belastbarkeitstraining) auf die erfolgreiche Durchführung von Eingliederungsmassnahmen vorbereitet werden. Während der Integrationsmassnahmen werden Sie als Arbeitgeber mit bis zu 100 Franken pro Tag entschädigt.


Weitere Informationen finden Sie auch in unseren Merkblättern:
Merkblatt 4.09 – Berufliche Eingliederungsmassnahmen der IV

Antwort auf/zuklappen Was tut die IV-Stelle, damit Sie einen Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin nicht verlieren?

Wenn sich ein Mitarbeiter für IV-Leistungen anmeldet, geht es noch nicht um eine IV-Rente! Vielmehr kann die IV-Stelle nun rasch und unkompliziert Massnahmen der Frühintervention ergreifen.

Aufgrund der Abklärungen wird ein verbindlicher Eingliederungsplan erstellt, der alle beschlossenen Massnahmen festhält. In Frage kommen in der Frühinterventionsphase vor allem Anpassungen des Arbeitsplatzes, Ausbildungskurse, Job-Coaching und Arbeitstraining. Sie als Arbeitgeber werden in die Eingliederungsmassnahmen einbezogen und vom IV-Berater begleitet.

Während die Frühinterventionsmassnahmen laufen, klärt die IV-Stelle ab, auf welche IV-Leistungen der Mitarbeiter im Anschluss an diese Phase ein Anrecht hat. Im Rahmen von beruflichen Massnahmen (z. B. Umschulung, Berufsausbildung) kann die IV ein Taggeld ausrichten. Dies entlastet Sie als Arbeitgeber vollständig oder teilweise von der Lohnzahlung.

Nach der Eingliederungsphase wird geprüft, wie erfolgreich die Massnahmen waren. Im besten Fall kann der Mitarbeiter wieder im bisherigen Umfang arbeiten und braucht keine Rente. Wenn er nur teilweise einsatzfähig ist, so kann er eine Teilrente erhalten.


Weitere Informationen finden Sie auch in unseren Merkblättern:
Merkblatt 4.02 – Taggelder der IV
Merkblatt 4.04 – Invalidenrente der IV
Merkblatt 4.12 – Früherfassung und Frühintervention

Antwort auf/zuklappen Was können Sie als Arbeitgeber tun, wenn ein Mitarbeiter häufig fehlt oder gesundheitliche Probleme hat?

Wenn ein Mitarbeiter länger als 30 Tage arbeitsunfähig oder regelmässig für kurze Zeit krank ist, können Sie bei der IV-Stelle Ihres Kantons Unterstützung anfordern. Sie machen eine sogenannte Meldung zur Früherfassung. In einem Gespräch wird abgeklärt, ob eine IV-Anmeldung nötig ist.

Sie haben als Arbeitgeber die Möglichkeit und das Recht, Ihren Mitarbeiter zur Früherfassung zu melden. Ebenfalls meldungsberechtigt sind der Mitarbeiter selber oder seine gesetzlichen Vertreter, Familien-mitglieder, die mit ihm im gleichen Haushalt leben, sowie behandelnde Ärzte, die Krankentaggeld-versicherung, die Unfallversicherung, die Pensionskasse und andere Versicherungen oder Organe.

Eine Fachperson der IV-Stelle trifft sich mit dem Mitarbeiter und klärt seine Situation ab. Falls das gesundheitliche Problem zu einer Invalidität führen kann, empfiehlt er ihm die IV-Anmeldung. Sie werden als Arbeitgeber je nach Situation in die Abklärungen miteinbezogen.

Mit der IV-Anmeldung können rasch und unkompliziert Massnahmen der Frühintervention eingeleitet werden. Ziel ist es, gemeinsam mit Ihnen den Mitarbeiter so zu unterstützen, dass er wenn möglich wieder an seinen Arbeitsplatz zurückkehren oder neue Aufgaben überneh-men kann.

Sollte die IV-Stelle im konkreten Fall nicht die richtige Ansprechpartnerin sein, so hat sich die Meldung trotzdem gelohnt. Die IV-Berater können den Kontakt zur richtigen Stelle vermitteln.


Weitere Informationen finden Sie auch in unseren Merkblättern:
Merkblatt 4.12 – Früherfassung und Frühintervention

Antwort auf/zuklappen Wie wird der Assistenzbeitrag berechnet?

Aufgrund des regelmässigen zeitlichen Hilfebedarfs.

Der Assistenzbeitrag wird aufgrund des regelmässigen zeitlichen Hilfebedarfs der versicherten Person festgelegt. Für die Berechnung wird die Zeit abgezogen, die bereits über andere Leistungen gedeckt ist (Hilflosenentschädigung, Intensivpflegezuschlag für minderjährige Versicherte, Grundpflege gemäss KVG usw.).
Der Assistenzbeitrag beträgt Fr. 32.50 pro Stunde. Muss die Assistenzperson für die benötigten Hilfeleistungen über besondere Qualifikationen verfügen, so beträgt der Assistenzbeitrag Fr. 48.75 pro Stunde. Der Ansatz für den Nachtdienst wird im Einzelfall und nach Intensität der zu erbringenden Hilfeleistung festgelegt. Er beträgt jedoch höchstens Fr. 86.70 pro Nacht. In diesen Ansätzen sind die Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge an die Sozialversicherungen und die Ferienentschädigung inbegriffen.
Der Assistenzbeitrag wird der versicherten Person gegen monatliche Vorlage einer Rechnung direkt ausbezahlt. In der Rechnung sind die tatsächlich geleisteten Assistenzstunden aufzuführen. Sie darf höchstens die Zeitperiode der letzten 12 Monate betreffen.

Antwort auf/zuklappen Hilflos im Alltag / Wann erhalte ich Hilflosenentschädigung?

Wenn Sie bei alltäglichen Lebensverrichtungen wie Ankleiden, Aufstehen, Absitzen, Essen, Körperpflege etc. die Hilfe anderer Menschen benötigen, erhalten Sie unter gewissen Voraussetzungen eine Hilflosenentschädigung oder einen Assistenzbeitrag. Die Höhe der Entschädigung hängt von dem Schweregrad der Hilflosigkeit ab. Es kann zudem der Anspruch auf eine so genannte lebenspraktische Begleitung entstehen.

Kategorie: Erkrankt / Invalid
Antwort auf/zuklappen Wann habe ich Anspruch auf ein Hilfsmittel?

Versicherte Personen haben Anspruch auf Hilfsmittel, die sie für die Erwerbsarbeit, die Ausbildung, die Hausarbeit oder den privaten Alltag benötigen. Den Anspruch können sie geltend machen, indem sie bei der IV-Stelle ihres Wohnsitzkantons das Anmeldeformular für Hilfsmittel einreichen.

Kategorie: Erkrankt / Invalid
Antwort auf/zuklappen Mein Kind hat eine Behinderung / Welche Unterstützung erhalte ich von der IV?

Die IV unterstützt Minderjährige und Jugendliche bis zum 20. Altersjahr wie folgt:

  • Sie übernimmt die Kosten für medizinische Eingriffe zur Behandlung gewisser angeborener Leiden.
  • Sie kommt auf für chirurgische Eingriffe sowie Physio- und Psychotherapie, die massgeblich zur Erhöhung der Erwerbsfähigkeit beitragen.
  • Sie gewährt Berufsberatung für den Einstieg ins Erwerbsleben und übernimmt behinderungsbedingte Mehrkosten, die bei der erstmaligen beruflichen Ausbildung entstehen.
  • Unter gewissen Voraussetzungen gewährt sie Hilflosenentschädigung.
  • Benötigt ein Kind im Vergleich zu gleichaltrigen Kindern ohne gesundheitliche Einschränkung im Tagesdurchschnitt eine zusätzliche Betreuung von mindestens vier Stunden, kommt ein Intensivpflegezuschlag in Frage.
  • Sie gibt Hilfsmittel ab, die für die Ausbildung benötigt werden oder helfen, den Alltag möglichst unabhängig zu bewältigen.
Antwort auf/zuklappen IV-Rente und gesundheitliche Veränderungen / Wie ist der Anspruch?

Der Anspruch auf eine Rente besteht nicht auf Lebzeiten. Die IV-Stellen beurteilen die Renten regelmässig neu. Wenn sich der gesundheitliche Zustand und damit die Erwerbsfähigkeit des Rentenbezügers oder der Rentenbezügerin verbessert haben, wird die IV-Stelle die Rente überprüfen.
Am 1. Januar 2012 wurden im Rahmen der 6. IV-Revision zusätzliche Massnahmen eingeführt, um versicherte Personen bei der Erhöhung der Erwerbsfähigkeit und beim Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess zu unterstützen.
Melden Sie der IV-Stelle von sich aus eine allfällige Erhöhung Ihres Arbeitspensums. Wenn Sie dank der Verbesserung der gesundheitlichen Situation mehr arbeiten können, haben Sie gegenüber der IV-Stelle eine Meldepflicht.

Antwort auf/zuklappen Meldung bei Krankheit oder Unfall?

Wer wegen einer Krankheit oder eines Unfalls länger als drei Monate nicht arbeiten kann, und auch keine AHV-pflichtigen Erwerbsausfallentschädigungen von Krankentaggeld- und Unfallversicherung bezieht, riskiert Beitragslücken. Diese können zu einer Kürzung der künftigen AHV- oder IV-Rente führen. In jedem Fall lohnt sich eine Kontaktnahme mit der SVA Aargau, um zu klären, ob die Beitragspflicht für das betreffende Jahr erfüllt wird.

Antwort auf/zuklappen Für IV anmelden?

Einen Anspruch auf Leistungen der IV können Versicherte haben, die wegen eines Gesundheitsschadens in ihrer Erwerbstätigkeit oder in ihrem bisherigen Aufgabenbereich oder in einer Ausbildung teilweise oder ganz eingeschränkt sind.

Vor der Gewährung einer IV-Rente wird in jedem Fall zuerst die Möglichkeit einer beruflichen Eingliederung geprüft. Zusätzlich können unter anderem auch Hilfsmittel, eine Hilflosenentschädigung, ein Assistenzbeitrag oder lebenspraktische Begleitung gewährt werden.

Kategorie: Erkrankt / Invalid
Antwort auf/zuklappen Erstmalige berufliche Ausbildung / Meine Tochter/mein Sohn findet keine Lehrstelle. Wie sieht die Unterstützung der IV aus?

Die erstmalige berufliche Ausbildung richtet sich an Personen, welche noch nicht erwerbstätig sind und denen durch ihre gesundheitliche Beeinträchtigung Mehrkosten für die Ausbildung (von mindestens CHF 400.— pro Jahr) entstehen. Ziel ist es, im Anschluss an die berufliche oder schulische Ausbildung mit geeigneten Massnahmen eine Erwerbstätigkeit zu ermöglichen. Es werden nur die invaliditätsbedingten Mehrkosten übernommen. Dabei werden die Ausbildungskosten der versicherten Person mit denen einer gesunden Person, die in der gleichen Ausbildung steht, verglichen.
 
Melden Sie Ihre Tochter/Ihren Sohn über unser Anmeldeformular für Minderjährige bei uns an. Wir prüfen den Anspruch auf eine erstmalige berufliche Ausbildung. Werden der Anmeldung bereits gute medizinische Unterlagen beigelegt, kann dieser Prozess beschleunigt werden. Mehr dazu unter folgendem Kapitel: Massnahmen beruflicher Art.

Antwort auf/zuklappen Wer gilt in der AHV als nichterwerbstätig?

Als Nichterwerbstätige gelten alle Personen, die in der Schweiz ihren Wohnsitz haben und kein oder nur ein geringfügiges Erwerbseinkommen erzielen. Grundsätzlich sind auch die Nichterwerbstätigen beitragspflichtig.

 

Antwort auf/zuklappen Mein steuerbares Einkommen liegt unter CHF 42'300.—. Kann ich die Familienzulagen als Nichterwerbstätiger beantragen?

Als Nichterwerbstätige gelten Personen, die in der AHV obligatorisch versichert und bei der Ausgleichskasse als nichterwerbstätige Personen erfasst sind.

Weiterführende Informationen erhalten Sie aus unserem

Anmeldung_zum_Bezug_von_Familienzulagen_Nichterwerbstätige.pdf.pdf: Aus unbekannten Gründen kann diese Datei nicht geöffnet werden.

. Familienzulagen werden mit der

Anmeldung_zum_Bezug_von_Familienzulagen_Nichterwerbstätige.pdf.pdf: Aus unbekannten Gründen kann diese Datei nicht geöffnet werden.

beantragt.
Sozialhilfebezüger machen ihren Anspruch über die für sie zuständige Sozialhilfebehörde geltend.

Bezüger von Ergänzungsleistungen haben keinen Anspruch auf Familienzulagen.

Antwort auf/zuklappen Muss ich Beiträge bezahlen, wenn ich eine IV-Rente oder ein IV-Taggeld beziehe?

Bezüger einer IV-Rente bleiben selbst dann beitragspflichtig, wenn sie keine Erwerbstätigkeit mehr ausüben können. Sie schulden die Beiträge als Nichterwerbstätige und haben sich zwecks Erfassung bei der SVA Aargau oder deren Gemeindezweigstelle SVA am Wohnort zu melden.
Bei den IV-Taggeldern ziehen die auszahlenden Stellen die Hälfte des AHV-Beitrages vom Taggeld ab und überweisen ihn zusammen mit ihrem Anteil an die Ausgleichskasse. Der Beitragssatz ist gleich hoch wie bei einem "normalen" Angestelltenverhältnis. Aufgrund dieser Regelung sind während der Bezugszeit von Taggeldern keine Beitragslücken zu befürchten.
Besteht kein Anspruch mehr auf ein Taggeld, müssen sich die Betroffenen zwecks Erfassung als Nichterwerbstätige bei der SVA Aargau oder bei der Gemeindezweigstelle SVA am Wohnort melden.

Kategorie: Erkrankt / Invalid
Antwort auf/zuklappen Ich bin krank geschrieben und erhalte ein Krankentaggeld. Bekomme ich weiterhin die Familienzulagen?

Ist der oder die Arbeitnehmende durch Krankheit, Unfall, Schwangerschaft oder durch die Erfüllung gesetzlicher Pflichten an der Arbeitsleistung verhindert, so werden die Familienzulagen ab Eintritt der Arbeitsverhinderung für den laufenden und drei weitere Monate ausgerichtet, und zwar unabhängig davon, ob ein Lohn oder eine Versicherungsleistung bezahlt wird.
Wenn nach Ablauf der drei Monate noch ein Lohn und/oder ein Taggeld nach EOG, IVG oder MVG von gesamthaft mindestens CHF 587.—pro Monat ausgerichtet wird, werden die Familienzulagen ebenfalls weiter ausgerichtet, Taggelder der Unfall- oder Krankenversicherung werden jedoch nicht eingerechnet. Die Möglichkeit, Familienzulagen und Taggelder zu kumulieren, ist zeitlich nicht begrenzt.
Wenn kein Lohn und/oder ein Taggeld nach EOG, IVG oder MVG von gesamthaft mindestens CHF 587.—pro Monat ausgerichtet wird, besteht nach Ablauf der drei Monate seit Eintritt der Arbeitsverhinderung kein Anspruch auf Familienzulagen mehr.
Wird dem Arbeitnehmenden während der Arbeitsverhinderung infolge der genannten Gründe gekündigt, so besteht der Anspruch auf Familienzulagen während drei Monaten nach Eintritt der Arbeitsverhinderung auch über die Beendigung des Arbeitsverhältnisses hinaus. Nach Ablauf dieser Frist werden keine Familienzulagen mehr ausgerichtet, selbst wenn weiterhin ein Taggeld nach EOG, IVG oder MVG von mindestens CHF 587.— pro Monat bezahlt wird.
Gegenüber den Familienzulagen für nichterwerbstätige Personen geht das Kindergeld zu Taggeldern der IV jedoch vor.

Kategorie: Erkrankt / Invalid
Antwort auf/zuklappen Mein Kind musste infolge Krankheit die Ausbildung unterbrechen. Besteht weiterhin ein Anspruch auf Familienzulagen?

Krankheit
Kinder, die ihre Ausbildung wegen Krankheit oder Unfall unterbrechen, jedoch nicht länger als 12 Monate, gelten in dieser Zeit als in Ausbildung.
Die Ausbildung gilt als beendet, wenn ein Anspruch auf eine Invalidenrente entsteht.
Wird die Ausbildung wegen Krankheit oder Unfall für längere Zeit unterbrochen, so muss durch ein Arztzeugnis belegt werden, dass die Ausbildung aus Gesundheitsgründen nicht weiter verfolgt werden kann. Aus dem ärztlichen Zeugnis muss die Dauer des krankheits- oder unfallbedingten Unterbruchs hervorgehen.

Invalidität
Abgrenzung zwischen dem Anspruch auf eine Kinderzulage und dem Anspruch auf eine Ausbildungszulage. Für Kinder zwischen dem vollendeten 16. und 25. Altersjahr, die erwerbsunfähig sind, aber eine Ausbildung im Sinne der AHV absolvieren, besteht Anspruch auf eine Ausbildungszulage.
Nach Art. 49ter Abs. 2 AHVV ist ein Kind nicht (mehr) in Ausbildung, wenn es eine Rente der IV bezieht, und es besteht deshalb auch kein Anspruch auf Ausbildungszulagen (mehr). So ist es möglich, dass für ein erwerbsunfähiges Kind bis zum vollendeten 18. Alterjahr Anspruch auf eine Ausbildungszulage besteht, das Kind dann eine IV-Rente bekommt, und bis zum vollendeten 20. Altersjahr wieder Anspruch auf eine Kinderzulage (ohne Einkommensgrenze) besteht.

Kategorie: Erkrankt / Invalid

Pensionierte

Antwort auf/zuklappen Wann wird die AHV-Rente ausbezahlt?

Die laufenden Renten und Hilflosenentschädigungen der AHV und IV werden für den ganzen Kalendermonat im Voraus ausbezahlt. Die Ausgleichskasse ist gesetzlich verpflichtet, den Zahlungsauftrag bis zum 20. Tag des Monats zu erteilen. Die Zahlungen der SVA Aargau werden jeweils am 4. Arbeitstag des Monats ausgelöst.

Antwort auf/zuklappen Ich bin alleinstehend und habe meine AHV-Rente vorbezogen. Habe ich Anspruch auf Familienzulagen für mein Kind das studiert?

Es kann ein Anspruch auf Familienzulagen für Nichterwerbstätige bestehen, sofern

  • das steuerbare Einkommen (direkte Bundessteuer) den anderthalbfachen Betrag einer maximalen vollen Altersrente der AHV nicht übersteigt,
  • keine Ergänzungsleistungen zur AHV/IV bezogen werden (2013: CHF 42’120.— pro Jahr oder
    CHF 3'510.— pro Monat) und
  • nicht ein Elternteil aus einer Erwerbstätigkeit den vorrangigen Anspruch hat.
Kategorie: Pensionierte
Antwort auf/zuklappen Ich bin 65-jährig und weiterhin erwerbstätig. Muss ich noch AHV-Beiträge bezahlen?

Ja. Sie sind über das ordentliche Rentenalter hinaus beitragspflichtig, solange Sie erwerbstätig sind. Für Altersrentner gilt aber ein Freibetrag von CHF 1400.— im Monat oder CHF 16'800.— im Jahr. Sie brauchen Beiträge an AHV, IV und EO also nur für jenen Teil des Erwerbseinkommens zu leisten, der den Freibetrag übersteigt. Der Beitrag an die Arbeitslosenversicherung entfällt ganz.

Kategorie: Pensionierte
 

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