Familienzulagen für Selbstständigerwerbende

Als selbstständigerwerbende/r Mutter oder Vater können Sie Familienzulagen beantragen. Der Anspruch besteht, sofern Sie einen AHV-pflichtigen Gewinn von mindestens 7'110 Franken pro Jahr erreichen.

Anmeldung und Änderungen

Die Familienzulagen können Sie direkt anmelden. Zuständig ist die Familienausgleichskasse, bei der Sie Beiträge leisten.

Ihr Einkommen muss dazu mindestens 7'110 Franken im Jahr betragen. Veränderungen, die einen Einfluss auf den Anspruch und die Höhe der Familienzulagen haben, melden Sie schnellst möglich der Familienausgleichskasse.

Finanzierung und Auszahlung

Die Familienzulagen werden durch Beiträge der Selbstständigerwerbenden finanziert. Der Beitragssatz beträgt zurzeit 1,45 Prozent des AHV-pflichtigen Einkommens. Übersteigt Ihr AHV-pflichtiges Einkommen 148'200 Franken im Jahr, brauchen Sie keine zusätzlichen Beiträge an die Familienausgleichskasse zu entrichten.

Die Familienausgleichskasse verrechnet die Familienzulagen in der Regel quartalsweise mit den geschuldeten Beiträgen der Familien- und AHV-Ausgleichskasse. Wünschen Sie eine monatliche Auszahlung? Wenden Sie sich mit diesem Anliegen an Ihre Familienausgleichskasse.

Dauer des Anspruches

Der Anspruch auf Familienzulagen für Selbstständigerwerbende beginnt am ersten Tag des Monats, in dem die selbstständige Erwerbstätigkeit startet. Sie endet am letzten Tag des Monats, in dem die selbstständige Erwerbstätigkeit aufgegeben wird.

Trifft eine der folgenden Situationen ein, besteht der Anspruch unter Umständen für drei weitere Monate:

  • Krankheit
  • Unfall
  • Schwangerschaft
  • Tod
  • Unbezahlter Urlaub

Während des Mutterschaftsurlaubs haben Mütter Anspruch auf Familienzulagen; jedoch höchstens während 16 Wochen. Dieser Anspruch ist unabhängig davon, ob Sie eine Mutterschaftsentschädigung durch die SVA Aargau oder ein AHV-pflichtiger Lohn über den Arbeitgebenden beziehen.

Häufige Fragen

  • Ich bin gleichzeitig selbstständig und unselbstständig erwerbstätig. Über welche Tätigkeit muss ich die Familienzulagen geltend machen?

    Sofern sie folgende zwei Kriterien erfüllen, müssen Sie die Familienzulagen über Ihren Arbeitgeber geltend machen:

    • Das Arbeitsverhältnis für mehr als 6 Monate eingegangen worden oder unbefristet ist und
    • Das Mindesteinkommen (CHF 7'110.- pro Jahr bzw. CHF 592.- pro Monat) in diesem Arbeitsverhältnisses erreicht wird.

    Werden diese zwei Kriterien nicht erfüllt, können Sie die Familienzulagen als Selbstständigerwerbende(r) anmelden.

  • Können Familienzulagen auch nachträglich beantragt werden?

    Ja, die Familienzulagen können längstens 5 Jahre rückwirkend beantragt werden. Für Selbstständigerwerbende besteht der Anspruch jedoch frühestens ab 1.1.2013 (Einführung des Bundesgesetzes für Selbstständigerwerbende). Massgebend ist der Eingangsmonat der Anmeldung bei der Familienausgleichskasse.

  • Darf ein Kind während der Ausbildung ein eigenes Einkommen haben?

    Ja, aber das Einkommen darf 28'440 Franken (inklusiv 13. Monatslohn) im Jahr bzw. 2'370 Franken im Monat nicht übersteigen. Ersatzeinkommen wie Taggelder der Erwerbsersatzordnung, der Arbeitslosen- oder Invalidenversicherung sowie Kranken- oder Unfalltaggelder, gelten als Einkommen. Familienrechtliche Unterhaltszahlungen, Stipendien und Renten werden nicht berücksichtigt.

  • Werden Familienzulagen auch für Kinder im Ausland ausbezahlt?

    Für Kinder mit Wohnsitz im Ausland werden die Familienzulagen nur ausgerichtet, wenn zwischenstaatliche Vereinbarungen, also internationale Abkommen, das vorschreiben. Dies betrifft Kinder, welche in einem EU-/EFTA-Staat oder in einem anderen Vertragsstaat wohnen.

  • Besteht trotz Kinderrente der AHV oder IV oder einer Waisenrente Anspruch auf Familienzulagen?

    Eine Kumulation von Familienzulagen und Kinder-/Waisenrenten der AHV ist nach dem ausdrücklichen Willen des Gesetzgebers weiterhin zulässig. Dies gilt sowohl hinsichtlich des Anspruchs des Rentners selber, welcher nach der Erreichung des AHV-Alters weiterarbeitet, wie auch hinsichtlich des Anspruchs des anderen Elternteils, welcher noch erwerbstätig ist.
    Eine Kumulation von Kinderzulagen und Kinderrenten der IV ist ebenfalls zulässig. Auch wenn das über 18-jährige erwerbsunfähige Kind einen Anspruch auf eine IV-Rente hat, besteht weiterhin Anspruch auf die Kinderzulage, nicht aber auf die Ausbildungszulage.

  • Müssen Familienzulagen versteuert und müssen darauf Sozialversicherungsbeiträge bezahlt werden?

    Die Familienzulagen zählen zum steuerbaren Einkommen. Auf die Familienzulagen müssen jedoch keine Beiträge an die Sozialversicherungen bezahlt werden.

  • In welchen Erlassen sind die Familienzulagen geregelt?

    Die Familienzulagen für Arbeitnehmende, Selbstständigerwerbende und Nichterwerbstätige sind im Bundesgesetz über die Familienzulagen vom 24. März 2006 (FamZG) und in der Vollzugsverordnung vom 31. Oktober 2007 (FamZV) geregelt. Die Familienzulagen in der Landwirtschaft sind im Bundesgesetz über die Familienzulagen in der Landwirtschaft vom 20.Juni 1952 (FLG) und in der Vollzugsverordnung vom 11. November 1952 (FLV) geregelt. Weiter gelten die Bestimmungen des Kantonalen Familienzulagengesetzes und der Verordnung über die Umsetzung des Bundesgesetzes über die Familienzulagen für das Jahr 2009 vom 29. Oktober 2008.

Mein Anliegen

Wie können wir Ihnen helfen? Wir sind gerne für Sie da.
Möchten Sie uns Unterlagen zustellen?
Ganz einfach: Laden Sie diese mit Ihrem Anliegen hoch.

* Pflichtfeld.
** Telefonnummer oder E-Mail angeben.

Kontakt

Ausgleichskasse
SVA Aargau
Kyburgerstrasse 15
5001 Aarau
Tel. +41 62 836 81 81
Fax +41 62 836 81 99

E-Mail: info@sva-ag.ch

Invalidenversicherung
SVA Aargau
Bahnhofplatz 3C
5001 Aarau
Tel. +41 62 836 81 81
Fax +41 62 837 85 09

Öffnungszeiten