Familienzulagen für Nichterwerbstätige

Sofern Sie keiner Erwerbstätigkeit nachgehen oder das Erwerbseinkommen von derzeit maximal 7'110 Franken pro Jahr respektive 592 Franken pro Monat nicht erreichen, sind Sie zulagenberechtigt.

Anspruch

Hauptvoraussetzungen:

  • Steuerbares Einkommen von weniger als dem Grenzbetrag von 42'660 Franken. Massgebend ist die rechtskräftige Veranlagung der direkten Bundessteuer.
  • Kein Bezug von Ergänzungsleistungen
  • Kein Bezug einer AHV-Altersrente (ausgenommen sind Vorbezüge der AHV-Altersrente)
  • Kein Bezug von IV-Taggelder
  • Nichterwerbstätige Asylsuchende, vorläufig Aufgenommene und Schutzbedürftige brauchen eine gültige Aufenthaltsbewilligung F «vorläufig aufgenommener Flüchtling» oder eine gültige Aufenthaltsbewilligung B. Keinen Anspruch haben Personen mit der Aufenthaltsbewilligung N oder F «vorläufig aufgenommener Ausländer»

Anmeldung und Änderungen

Die Familienzulagen melden Sie entweder direkt oder durch die unterstützende Sozialbehörde an.

Sind Sie erwerbstätig und erreichen einen AHV-pflichtigen Bruttolohn von 7'110 Franken pro Jahr, machen Sie die Familienzulagen über Ihren Arbeitgeber geltend. Erreichen Sie den jährlichen Grenzbetrag nicht, gilt Ihr Anspruch für die Monate, in denen Sie mindestens einen AHV-pflichtigen Bruttolohn von 592 Franken erreichen. Diesen Anspruch machen Sie über den Arbeitgeber geltend.

Melden Sie alle Änderungen, die einen Einfluss auf den Anspruch und die Höhe der Familienzulagen haben, der Familienausgleichskasse.

Finanzierung und Auszahlung

Die Familienzulagen werden vollumfänglich durch den Kanton finanziert.

Die Auszahlung erfolgt monatlich direkt durch die Familienausgleichskasse.

Häufige Fragen

  • Ich bin arbeitslos und beziehe Arbeitslosenentschädigung. Von wo erhalte ich die Familienzulagen?

    Das Arbeitslosentaggeld ist ein Ersatzeinkommen und AHV-pflichtig. Somit sind Sie einer erwerbstätigen Person gleichgestellt und werden nicht bei der AHV als nichterwerbstätige Person erfasst. Die Familienzulagen sind daher vorrangig bei der Arbeitslosenkasse anzumelden.

  • Können Familienzulagen auch nachträglich beantragt werden?

    Ja, die Familienzulagen können längstens 5 Jahre rückwirkend beantragt werden. Für Selbstständigerwerbende besteht der Anspruch jedoch frühestens ab 1.1.2013 (Einführung des Bundesgesetzes für Selbstständigerwerbende). Massgebend ist der Eingangsmonat der Anmeldung bei der Familienausgleichskasse.

  • Darf ein Kind während der Ausbildung ein eigenes Einkommen haben?

    Ja, aber das Einkommen darf 28'440 Franken (inklusiv 13. Monatslohn) im Jahr bzw. 2'370 Franken im Monat nicht übersteigen. Ersatzeinkommen wie Taggelder der Erwerbsersatzordnung, der Arbeitslosen- oder Invalidenversicherung sowie Kranken- oder Unfalltaggelder, gelten als Einkommen. Familienrechtliche Unterhaltszahlungen, Stipendien und Renten werden nicht berücksichtigt.

  • Müssen Familienzulagen versteuert und müssen darauf Sozialversicherungsbeiträge bezahlt werden?

    Die Familienzulagen zählen zum steuerbaren Einkommen. Auf die Familienzulagen müssen jedoch keine Beiträge an die Sozialversicherungen bezahlt werden.

  • In welchen Erlassen sind die Familienzulagen geregelt?

    Die Familienzulagen für Arbeitnehmende, Selbstständigerwerbende und Nichterwerbstätige sind im Bundesgesetz über die Familienzulagen vom 24. März 2006 (FamZG) und in der Vollzugsverordnung vom 31. Oktober 2007 (FamZV) geregelt. Die Familienzulagen in der Landwirtschaft sind im Bundesgesetz über die Familienzulagen in der Landwirtschaft vom 20.Juni 1952 (FLG) und in der Vollzugsverordnung vom 11. November 1952 (FLV) geregelt. Weiter gelten die Bestimmungen des Kantonalen Familienzulagengesetzes und der Verordnung über die Umsetzung des Bundesgesetzes über die Familienzulagen für das Jahr 2009 vom 29. Oktober 2008.

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