Bemessung Invaliditätsgrad bei Selbstständigen

Der Invaliditätsgrad bestimmt, ob Anspruch auf eine (Teil-) Rente besteht. Bei der Berechnung unterscheidet die Invalidenversicherung zwischen Erwerbs-, Teil- und Nichterwerbstätigen.

Erwerbstätige

Bei Erwerbstätigen wird der Invaliditätsgrad mit einem Einkommensvergleich berechnet. Die Invalidenversicherung vergleicht das Einkommen ohne gesundheitliche Beeinträchtigung mit dem möglichen Einkommen, das trotz gesundheitlicher Beschwerden noch erzielt werden könnte. Dabei spielt keine Rolle, ob Sie tatsächlich eine Tätigkeit mit entsprechendem Einkommen ausüben. Die prozentuale Differenz entspricht dem IV-Grad.

Berechnungsbeispiel:

Ein Betroffener hat als Maurer gearbeitet und kann aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr als Maurer weiterarbeiten. Eine der gesundheitlichen Beeinträchtigung angepasste Tätigkeit mit 50 Prozent Pensum ist weiterhin möglich.

Einkommen aus der bisherigen Tätigkeit als Maurer CHF 75‘000.00
Einkommen in einer angepassten Bürotätigkeit im 50 % Pensum CHF 30‘000.00
Ausfall CHF 45‘000.00

Die Erwerbseinbusse beträgt 60 Prozent. Der Betroffene hat also Anspruch auf eine Dreiviertelrente, obwohl er zu 50 Prozent arbeiten kann. Die verschiedenen Stufen der Rente finden Sie unter "Rentenstufen".

Nichterwerbstätige

Als Nichterwerbstätige gelten etwa im Haushalt tätige Personen, Studierende, Ordensangehörige usw. Bei Nichterwerbstätigen berechnen die Fachteams der IV den Invaliditätsgrades mit einem Betätigungsvergleich.

Dabei werden die Tätigkeiten vor Eintritt der gesundheitlichen Einschränkung mit den danach noch möglichen Tätigkeiten verglichen. Die prozentuale Differenz entspricht dem IV-Grad.

Teilerwerbstätige

Teilerwerbstätig sind Personen, die neben einer teilzeitlichen Erwerbstätigkeit noch in einem Aufgabengebiet (z.B. im Haushalt) tätig sind. Hier berechnet sich der IV-Grad aus einer Mischung zwischen dem Einkommens- und dem Betätigungsvergleich.

Rentenstufen

Es gibt vier Rentenstufen. Der Invaliditätsgrad bestimmt, auf welche IV-Rente Sie Anspruch haben. Wie das Berechnungsbeispiel zeigt, entspricht die Höhe der Arbeitsunfähigkeit nicht zwingend dem IV-Grad.

Invaliditätsgrad

Rentenstufe

mindestens 40 %

Viertelsrente

mindestens 50 %

Halbe Rente

mindestens 60 %

Dreiviertelsrente

mindestens 70 %

Ganze Rente

Betroffene mit einem Invaliditätsgrad unter 40 Prozent erhalten keine IV-Rente.

Liegt der IV-Grad über 40 Prozent, berechnet die zuständige Ausgleichskasse die Höhe des Rentenbetrages.

Häufige Fragen

  • Entspricht der beim Invaliditätsgrad errechnete finanzielle Ausfall meiner Invalidenrente?

    Nein, der errechnete Ausfall entspricht nicht Ihrer Invalidenrente. Wie die Invalidenrente berechnet wird, sehen Sie hier. Wir bitten Sie auch zu beachten, dass das angerechnete Einkommen in einer angepassten Tätigkeit nicht Ihrer Invalidenrente entspricht.

  • Kann ich aus dem Invaliditätsgrad meine spätere Invalidenrente in Franken ableiten?

    Nein, der Invaliditätsgrad hat keinen direkten Bezug zu Ihrer Invalidenrente in Franken. Der Invaliditätsgrad dient dazu, die Rentenstufe (1/1, 3/4, 1/2, 1/4 Rente) zu bestimmen. Wie Ihre Invalidenrente berechnet wird, sehen Sie hier.

     

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