Wasser fliesst über Wehr

Jährliche Ergänzungsleistung

Die jährliche Ergänzungsleistung entspricht der Differenz zwischen den anerkannten Ausgaben (z.B. Mietzins, Heimkosten, Betrag für Krankenkasse) und den anrechenbaren Einnahmen (z.B. Renteneinnahmen, Vermögenserträge). Bei der Berechnung der jährlichen Ergänzungsleistung wird unterschieden zwischen Personen, die zu Hause oder in einem Heim leben.

Anspruchsbeginn und Anmeldung

Der Anspruch auf jährliche Ergänzungsleistung besteht ab dem Monat der Anmeldung. Wird die Anmeldung innert sechs Monaten seit der Zustellung der AHV-/IV-Rentenverfügung eingereicht, beginnt der Anspruch mit dem Rentenbeginn. Dasselbe gilt bei einem Heimeintritt: wird die Anmeldung innert sechs Monaten seit dem Heimeintritt eingereicht, beginnt der Anspruch ab Monat des Heimeintritts.

 

Digitale Anmeldung

Die digitale Anmeldung zu den Ergänzungsleistungen finden Sie hier.

Die Anmeldung per Post ist weiterhin möglich. Diese reichen Sie bei der Gemeindezweigstelle der SVA Aargau am Wohnort ein.

Personen im Heim

Bei Personen in einer stationären Einrichtung für Menschen mit besonderen Betreuungsbedürfnissen (IV-Einrichtungen) beträgt die maximal anrechenbare Tagestaxe CHF 102 (ohne oder mit einer Hilflosenentschädigung leichten Grades) bzw. CHF 136  (mit einer Hilflosenentschädigung mittleren oder schweren Grades).

 

Bei Personen in einer stationären Pflegeeinrichtung (Alters-/Pflegeheim) beträgt die maximal anrechenbare Tagestaxe CHF 152. Personen, welchen dadurch eine Sozialhilfeabhängigkeit droht, können sich an den Sozialdienst der Wohnsitzgemeinde wenden, um einen Antrag auf Erhöhung der anrechenbaren Tagestaxe bis auf maximal CHF 190 zu stellen.

Eine Sozialhilfeabhängigkeit droht, wenn der aktuelle Vermögensstand unter Berücksichtigung der aufgelaufenen Kosten den sozialhilferechtlichen Vermögensfreibetrag von CHF 1 500 pro Person bzw. maximal CHF 4 500 pro Unterstützungseinheit unterschreitet. Beträgt beispielsweise der aktuelle Kontostand einer alleinstehenden Person CHF 15 000, sind jedoch noch Heimkosten von mindestens CHF 13 500 offen, ist von einer drohenden Sozialhilfeabhängigkeit auszugehen und die Person kann einen Antrag auf Erhöhung der anrechenbaren Tagestaxe stellen. Der Sozialdienst leitet uns den begründeten Antrag zur Prüfung und Anpassung der EL-Berechnung weiter.

Häufige Fragen

  • Wo ist das Anmeldeformular für Ergänzungsleistungen einzureichen?

    Bei der Gemeindezweigstelle SVA der zivilrechtlichen Wohnsitzgemeinde.

  • Wie werden die Ergänzungsleistungen berechnet?

    Die jährlichen Ergänzungsleistungen entsprechen der Differenz zwischen den anerkannten Ausgaben (abschliessend im Ergänzungsleistungsgesetz aufgezählt) und den anrechenbaren Einnahmen. Für zu Hause lebende Personen werden die anrechenbaren Einnahmen (Rente, Pensionskassenrente und evtl. Vermögenserträge) mit den anerkannten Ausgaben verglichen, wie:

    • Bruttomiete
    Bruttomiete
    für Alleinstehende CHF 13'200 max.
    für Ehepaare CHF 15'000 max.
    • Allgemeiner Lebensbedarf ab 1. Januar 2019 pro Jahr
    Allgemeiner Lebensbedarf pro Jahr
    für Alleinstehende CHF 19'450
    für Ehepaare CHF 29'175
    für die ersten zwei Kinder je CHF 10'170
    für zwei weitere Kinder je CHF   6'780
    für jedes weitere Kind CHF   3'390
    • Ein jährlicher Pauschalbetrag für die obligatorische Krankenversicherung, je nach Kanton verschieden.

    Bei Personen, die im Heim oder im Spital wohnen, wird anstatt der Bruttomiete eine Tagestaxe und anstelle des Betrages für den allgemeinen Lebensbedarf ein kantonal festgesetzter Betrag für persönliche Auslagen berücksichtigt. Sind die anerkannten Ausgaben höher als die anrechenbaren Einnahmen, wird eine jährliche EL, in der Regel in der Höhe des Differenzbetrages, ausgerichtet.

     

  • Wann endet der Anspruch auf Ergänzungsleistungen?

    Auf Ende des Monats, in dem die Voraussetzungen (persönliche und wirtschaftliche) weggefallen sind.

  • Hat das Vermögen einen Einfluss auf die Berechnung?

    Ja, das Vermögen hat einen Einfluss auf die Berechnung. Dabei muss zunächst zwischen Vermögensertrag und Vermögensverzehr unterschieden werden. Zum Vermögensertrag gehören Einkünfte aus dem Vermögen. Übersteigt das Vermögen den Freibetrag von CHF 30’000 für Alleinstehende und CHF 50’000 für Ehepaare, wird vom übersteigenden Betrag ein Teil als Einnahmen angerechnet (Vermögensverzehr). Dabei werden folgende Anteile des übersteigenden Betrages als Vermögensverzehr angerechnet:

    • bei Bezüger*innen von Invalidenrenten 1/15
    • bei Bezüger*innen von Hinterlassenenrenten 1/15
    • bei Altersrentner*innen zu Hause 1/10
    • bei Altersrentner*innen in Heimen 1/5 

    Entäusserte Vermögenswerte und darauf berechnete hypothetische Zinsen werden bei der EL-Berechnung gleich berücksichtigt wie tatsächlich vorhandenes Vermögen. Dieses Verzichtvermögen wird jedoch jährlich um CHF 10’000 vermindert. Ist der EL-Bezüger Eigentümer einer selbstbewohnten Liegenschaft, ist dieser Vermögenswert privilegiert; die Kantone können bei diesen Liegenschaften den über dem Schätzungswert von CHF 112’500 ** liegenden Wert als Vermögen bei der EL-Berechnung berücksichtigen. **Als Ausnahme dazu ist nur der CHF 300’000 übersteigende Wert der Liegenschaft beim Vermögen zu berücksichtigen, wenn ein Ehepaar eine Liegenschaft besitzt, die von einem Ehegatten bewohnt wird, während der andere im Heim oder Spital lebt, oder wenn eine Person eine Hilflosenentschädigung bezieht und eine Liegenschaft bewohnt, die sie oder ihr Ehegatte besitzt.

     

  • Rückzahlung der Ergänzungsleistungen?

    Sollte sich im Nachhinein herausstellen, dass jemand mit EL-Anspruch mehr Vermögen oder Einkommen hatte, als bei der Berechnung bekannt oder angegeben, muss der zuviel erhaltene Betrag zurückbezahlt werden. Die Grundlagen für die seinerzeitige EL-Berechnung haben sich in diesem Fall geändert. In der fraglichen Zeit wurde über mehr Geld verfügt als angenommen. Der damalige Entscheid darf also korrigiert werden. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn rückwirkend eine höhere IV-Rente zugesprochen wird als bei der EL-Berechnung angenommen.

  • Habe ich gleichzeitig Anspruch auf Ergänzungsleistungen und Prämienverbilligung?

    Nein, während dem Bezug von Ergänzungsleistungen wird bereits mit der Durchschnittsprämie eine Verbilligung entrichtet. Somit entfällt ein zusätzlicher Anspruch auf Prämienverbilligung.

Mein Anliegen

Wie können wir Ihnen helfen? Wir sind gerne für Sie da.

* Pflichtfeld.
** Telefonnummer oder E-Mail angeben.

Kontakt

Postadresse
SVA Aargau
Kyburgerstrasse 15
Postfach
5001 Aarau

E-Mail: info@sva-ag.ch

Fax Ausgleichskasse:
+41 62 836 81 99

Beratungen vor Ort
SVA Aargau
Bahnhofplatz 3C
5001 Aarau


Tel. +41 62 836 81 81

Fax Invalidenversicherung: 
+41 62 837 85 09

Öffnungszeiten